"profil": Österreichisches Unternehmen laut
UN-Bericht an Oil-for-Food-Skandal beteiligt
- Wiener Medizintechnik-Unternehmen soll sich im Irak Aufträge über insgesamt 11,5 Millionen Dollar erkauft haben
Wie das "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, erfasst der Skandal um das Irak-Hilfsprogramm Oil for Food jetzt auch Österreich. Ein Wiener Medizintechnik-Unternehmen soll sich Aufträge über insgesamt 11,5 Millionen Dollar erkauft haben.
Nach dem am 7. September veröffentlichten Dossier der unabhängigen Untersuchungskommission unter Ex-Us-Notenbankchef Paul Volcker soll die damals auf die Herstellung und den Handel von Defibrillatoren und Überwachungsmonitoren spezialisierte Marquette Hellige GmbH, eine Tochtergesellschaft des US-amerikanischen General-Electric-Konzerns, 1998 durch Zahlungen an Strohmänner des irakischen Regimes Aufträge im Wert von 11,5 Millionen Dollar erhalten haben. Die Provisionen sollen 15 Prozent des Auftragswertes, also rund 1,7 Millionen Dollar, betragen haben.
Der Geschäftsführer des inzwischen nur mehr im Vertriebsgeschäft tätigen Unternehmens Günther Gisperg gegenüber "profil": "Das ist absoluter Blödsinn. Bei einem Konzern wie General Electric wird alles ganz penibel geprüft."
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