Nächste große Banken-Zusammenführung: Fusion von BAWAG und P.S.K. wurde fixiert
- Am 1. Oktober erfolgt Eintragung ins Firmenbuch
- Neue Großbank mit 1,3 Mio. Privatkunden entsteht
Die nächste große Bankenfusion ist durch: Die Hauptversammlungen von BAWAG und Postsparkasse (P.S.K.) haben am Donnerstag in Sondertreffen die endgültigen Beschlüsse zur rechtlichen Zusammenführung der beiden Banken zur "BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG" gefasst. Eigentümer des Instituts ist der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB).
Die aufsichtsrechtlichen Genehmigungen erwartet der Vorstand für die nächsten Wochen, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit erfolgt mit 1. Oktober 2005 die Eintragung der neuen Bank ins Firmenbuch und der Zusammenschluss wird rechtlich wirksam.
Es entsteht eine neue Großbank mit über 1,3 Millionen Privatkunden und 60.000 Firmenkunden. Der Vorstand hebt das größte zentral gesteuerte Vertriebsnetz in Österreich hervor, aber auch die internationalen Beteiligungen im Osten: Bankentöchter bzw. Beteiligungen werden in Tschechien, der Slowakei, in Ungarn und seit kurzem in Slowenien betrieben.
Die neue Bank hat rund 4.200 Mitarbeiter, etwa 6.800 Mitarbeiter arbeiten im Gesamtkonzern.
Für die Kunden ändert sich nichts: Die Kunden von BAWAG und P.S.K. behalten ihre Konto- und Depotnummern. Die Verträge, Rechte und Pflichten der beiden Banken gehen auf die Gesamtrechtsnachfolgerin, die BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG, über.
"Die Fusion ist der nächste logische Schritt auf dem Weg, den BAWAG und P.S.K. seit dem Jahr 2000 gemeinsam beschreiten. Gleichzeitig eröffnen wir damit ein neues Kapitel in unserer Geschichte", so Generaldirektor Johann Zwettler am Donnerstag nach den Hauptversammlungen. (apa)

