Mittwoch, 7. September 2005

Bank Burgenland: Raiffeisen macht nach der Burgenland-Wahl ein neues Angebot

  • Rothensteiner: Prüfen, ob altes Angebot sinnvoll ist
  • Über Hypo Niederösterreich-Kauf zuversichtlich

Nach dem gescheiterten Versuch, die Bank Burgenland auf "ungewöhnliche Art" an den Industriellen Mirko Kovats zu verkaufen, wünscht sich RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner wieder eine Versachlichung in dieser Thematik. "Vor der Wahl im Burgenland sollte man nicht mehr darüber reden", meinte Rothensteiner. Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) wäre wieder bereit, den burgenländischen Raiffeisenbanken beim Kauf zu helfen. "Unsere Position hat sich nicht verändert", sagte der RZB-Chef.

Nach den Wahlen bei einer Neuauflage des Verkaufes werde man sich wieder die Unterlagen holen und überprüfen, ob das alte nicht bindende Angebot noch sinnvoll ist, meinte Rothensteiner. Grundsätzlich müssten aber die Kollegen im Burgenland entscheiden, ob sie die Bank kaufen wollen. Die Raiffeisen-Gruppe würde dann mitgehen. "Die Bank Burgenland ist aber kein absolutes Muss, sie würde aber im Burgenland dazupassen", so Rothensteiner. Raiffeisen müsse die Bank nicht um jeden Preis haben. "Das ist eine kommerzielle Veranstaltung", betonte Rothensteiner. In Osteuropa seien Banken oft profitabler zu kaufen.

Kein Problem sieht Rothensteiner darin, dass ein etwaiger Kauf auf Grund einer dann möglicherweise marktbeherrschenden Stellung im Burgenland an der Wettbewerbsbehörde scheitern könnte. "Es gibt keine Burgenland-weite Raiffeisenbank, sondern 45 bis 48 selbstständige Raiffeisenbanken im Burgenland", so Rothensteiner.

Über den geplanten Kauf der Hypo Niederösterreich durch die RLB Niederösterreich-Wien mache er sich offiziell keine Gedanken. Es werde aber sicher eine Lösung geben. Derzeit werde verhandelt. Der Sinn einer Vereinbarungen sei, dass es über die Bühne gehe. "Ich bin zuversichtlich, dass sich die Herren in den nächsten Monaten einigen", so Rothensteiner. (apa)

7.9.2005 13:50