"Zukunft beginnt nicht in Aserbaidschan": Krankl vertraut weiter seinem Team-Stamm
- ÖFB-Coach zuversichtlich: "Spieler stehen hinter mir"
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Auch nach dem Scheitern in der WM-Qualifikation hält Teamchef Hans Krankl an seinem Stamm fest. "Es gibt zwangsläufige Umstellungen, aber die Zukunft des Nationalteams beginnt nicht in Aserbaidschan. Erst nach diesem Spiel muss man sich für etwas entscheiden", erklärte der 52-Jährige vor dem Quali-Spiel am Mittwoch in Baku. Auf networld.at sind Sie ab 18:00 Uhr LIVE dabei!
Für die letzten beiden Pflichtspiele vor der EM 2008 im kommenden Oktober in England und daheim gegen Nordirland gebe es zwei Möglichkeiten. "Entweder wir spielen die Qualifikation mit der gleichen Mannschaft fertig, oder wir machen den berühmten Schnitt, wobei dieser Schnitt sowieso schon gemacht wurde. Die Aufhausers, Stranzls, Kiesenebners oder Pogatetz' sind schon jetzt im besten Fußballer-Alter", so der Teamchef.
Ob der bald 36-jährige Ivica Vastic von Krankl noch einmal einberufen wird, ließ der Coach offen. Mit Didi Kühbauer hatte sich schon nach dem Polen-Match einer aus der "alten Garde" verabschiedet, was das Personalproblem des Ex-Goleadors vor dem Mittwoch-Match zusätzlich verschärfte, zumal Muhammet Akagündüz verletzt aus dem Kader ausschied und Markus Schopp, Rene Aufhauser sowie Joachim Standfest gesperrt sind - damit stehen vier Kicker aus der Anfangsformation von Chorzow nicht zur Verfügung.
Jüngere Aufstellung als gegen Polen
"Jetzt müssen wir eben schauen, wie wir die Löcher stopfen. Es wird auf jeden Fall eine jüngere Aufstellung als in Polen werden", kündigte Krankl an. Über die genaue Anfangsformation ist sich der Teamchef möglicherweise selbst noch nicht völlig im Klaren: So ließ er sich von den mitgereisten Journalisten deren favorisierte Aufstellung aufschreiben - der Teamchef also gleichsam auf der Suche nach einem neuen "Schmiranski-Team".
Konkrete Vorstellungen hat Krankl auf jeden Fall von der Zeit bis zur EURO 2008. Sein Konzept, das er vor einigen Tagen ÖFB-Präsident Stickler präsentiert hat, beinhaltet laut eigenen Angaben die Forderung nach einem Trainingslager im Winter, einen Plan, wie man die Länderspiele in den kommenden beiden Jahren gestaltet, "eigene Ideen" auf dem Trainer- und Scouting-Sektor des ÖFB sowie eine bessere Zusammenarbeit mit der Bundesliga.
Krankl: "Spieler stehen hinter mir"
Ob er seine Vorschläge auch in Tat umsetzen kann, ist noch nicht fix. Ein Großteil der Spieler würde jedoch eine Vertragsverlängerung mit Krankl offenbar begrüßen. "Ich habe das Gefühl, dass die Spieler hinter mir stehen. Aber es geht nicht um mich, sondern um die Nationalmannschaft", sagte Krankl.
(apa/red)
