"Sechs wunderschöne Jahre": Steffen Hofmann freut sich auf Ex-Klub FC Bayern
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Er ist der personifizierte Hoffnungsträger von Österreichs Fußball-Rekordmeister auf Überraschungen in der Champions League: Steffen Hofmann. Der Kapitän des SK Rapid, der am Freitag seinen 25. Geburtstag feierte, trifft heute im ausverkauften Ernst Happel-Stadion mit seinen Grün-Weißen zum Auftakt der Gruppe A ausgerechnet auf den FC Bayern. Von den Amateuren des deutschen Vorzeigevereins war der gebürtige Würzburger im Sommer 2002 nach Wien gekommen.
"Einfach schön und eine große Freude", so skizziert der rot-weiß-rote Fußballer des Jahres gegenüber der APA sein Gefühlsleben vor dem Start der Millionenliga gegen dem ehemaligen Arbeitgeber. "Als Kapitän von Rapid in der Champions League auf die Bayern zu treffen, ist schöner als in einem Bundesliga-Spiel, was vielleicht noch kommen wird. Es ist etwas Besonderes und ich bin sehr stolz darauf. Ich habe sechs wunderschöne Jahre in München gehabt, die mich sehr weitergebracht haben. Ich habe fußballerisch eine sehr gute Ausbildung bekommen und dafür bin ich sehr dankbar."
Mit Owen Hargreaves gibt es zudem ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Vereinskameraden und einem sehr guten Freund. In der vergangenen Saison saß Hofmann gemeinsam mit einigen Rapid-Kollegen noch bei Bayern gegen Juventus auf der Tribüne, nun geht es selbst gegen Kahn und Co zur Sache. "Ich glaube daran, dass wir ein gutes Ergebnis schaffen können, auch wenn Bayern sicher in der Favoriten-Rolle ist", sagt der Publikumsliebling mit Überzeugung.
Diese zeichnete den Regisseur der Hütteldorfer und seine Mannschaft auch schon bisher aus. "Es ist angesichts der Umstände etwas Außergewöhnliches, was wir heuer geschafft haben. Die Tatsache, dass wir nicht Favorit auf den Meistertitel waren und auch gegen Lok Moskau nur Außenseiter waren, macht das Ganze noch schöner", blickt "Steff" auf die vergangenen Wochen und Monate zurück.
"Es sind vier Meister in unserer Gruppe"
Privat war natürlich die Geburt seiner Tochter ein zusätzliches Glücksgefühl, das nicht zu toppen ist. Nun soll auch auf dem Spielfeld bei den Besten Europas die Adrenalin-Zufuhr in die Höhe schnellen. "Es sind vier Meister in unserer Gruppe. Das werden Spiele, aus denen man sehr viel mitnehmen kann, am Platz und drum herum. Es bringt einen in der Entwicklung weiter und es ist eine Chance, sich zu beweisen", so der Jungvater, der mit Gattin Barbara (Heirat vor einem Jahr) und Nachwuchs Sophie-Marie eine Familie in seiner neuen Heimat gegründet hat.
Da konnten auch die Probleme, die rund um seinen geplanten Einsatz für das ÖFB-Team auftauchten, keinen Schatten werfen. "Ich kann jetzt nichts mehr tun und mache mir keine Gedanken. Man wird jetzt beim FIFA-Kongress eine Richtung weisende Tendenz bekommen. Ich würde es sehr gerne machen und für Österreich spielen."
Zukunft offen
Zunächst ist ohnehin jeder auf den Traum von den Sternen der Champions League fixiert. "Im Moment gilt meine ganze Konzentration der Aufgabe mit Rapid. Ich weiß noch nicht, wo ich nächstes Jahr im Sommer spielen werde, bisher gibt es weder ein Angebot von einem Verein aus dem Ausland, noch von Rapid."
Steffen Hofmann: Laut Selbstdefinition ein Mensch, wie jeder andere auch. "Der manchmal gern mit jemand tauschen würde, der ganz normal arbeiten geht". Gut für Rapid, dass solche Gedanken des Kapitäns wohl nicht in die Tat umgesetzt werden.
(apa/red)
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