Hohe Wellen: Harsche Kritik der FIA an Michelin wegen Ausstiegsdrohung aus F1
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Der Internationale Automobilverband (FIA) hat mit scharfer Kritik auf die Formel-1-Ausstiegsdrohung des französischen Reifenherstellers Michelin reagiert. Firmenchef Edouard Michelin sei "ganz offensichtlich verärgert, dass die FIA das Scheitern von Michelin, geeignete Reifen für den US-Grand-Prix 2005 zur Verfügung zu stellen, verurteilt habe", hieß es in einer offiziellen Aussendung des Weltverbandes am Sonntag.
"Herr Michelin sollte aber versuchen zu verstehen, dass kein Dachverband, Teilnehmer oder zahlender Zuschauer mit einem Zulieferer zufrieden sein kann, der mit der falschen Ausrüstung auftaucht und ein großes WM-Ereignis versaut."
"Wenn der Einheitsreifen wirklich kommt, werden wir uns 2008 aus der Formel 1 zurückziehen", hatte Michelin am Samstag nach dem Qualifying des Grand Prix von Belgien angekündigt. Der Weltverband wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Wunsch nach einem Einheitsreifen "nicht von der FIA, sondern von allen Teams, inklusive all jener, die Michelin-Reifen verwenden, kam."
Außerdem gibt es laut FIA schlagkräftige Argumente für einen Einheitsreifen in der Formel 1. "Wenn Herr Michelin sich dieser simplen Fakten nicht bewusst ist, dann zeugt das von einer fast schon komischen Unkenntnis der modernen Formel 1."
Abschließend reagierte die FIA in ihrer Aussendung auch auf die Michelin-Kritik, dass Yokohama den Zuschlag als Reifenpartner für die Tourenwagen-WM erhalten hat: "Das ist nur einfach deshalb passiert, weil dieses Angebot (von Yokohama, Anm.) das beste war. Das hatte überhaupt nichts mit dem Michelin-Debakel in Indianapolis zu tun, denn die Prüfung der Angebote war bereits vor dem US-Grand-Prix 2005 abgeschlossen."
(apa)
