Donnerstag, 8. September 2005

Christian Klien vor seinem Einsatz beim GP von Belgien: "WM-Punkte wären fantastisch"

  • 2004 holte Vorarlberger in Belgien erste Zähler
  • Reifendiskussion: Michelin droht mit Ausstieg aus F1

Nach dem Rennen in Monza und dem Ausflug zur "Battle of Kings" in Ibiza ist Christian Klien am Donnerstag in Spa-Francorchamps angekommen. Der Österreicher wird gemäß Red-Bull-Entscheidung auch den Formel-1-Grand-Prix von Belgien bestreiten und hat an die Strecke in den Ardennen hervorragende Erinnerungen - 2004 gab es dort mit Rang sechs die ersten WM-Zähler seiner noch jungen F1-Karriere.

In Belgien bekam der Vorarlberger sofort die Frage zu hören, ob Belgien nun sein letzter Saison-Grand-Prix sei. "Ich dachte bereits in Ungarn, dass dies mein letztes Rennen 2005 ist. Doch das Team hat an mich geglaubt und damit bestätigt, dass ich einen guten Job mache." Der Hohenemser will in Spa ähnlich wie im Vorjahr abschneiden. "Vielleicht gelingen wie 2004 wieder ein paar Punkte. Das wäre fantastisch, denn wir wollen in der Mannschaftswertung vor BAR bleiben."

Damit würde sich der Österreicher auch für den danach folgenden Brasilien-GP (25. September) empfehlen und könnte Tonio Liuzzi einmal mehr in die Zuschauerrolle drängen. "Denn es ist auch für die letzten drei Saisonrennen noch alles offen. Wenn ich hier einen guten Job erledige, ist es durchaus möglich, ein weiteres Rennen zu bestreiten", betonte Klien, der offenbar gute Karten für einen Platz im Red-Bull-Ferrari 2006 besitzt. Neben Klien wird auch Alexander Wurz in Spa im Einsatz sein und am Freitag in den Freien Trainings für McLaren-Mercedes testen.

Michelin will keinen Einheitsreifen liefern
Reifenhersteller Michelin droht unterdessen mit dem Ausstieg aus der Formel 1. "Sollte der Einheitsreifen kommen, behalten wir uns Schritte vor", sagte Michelin-Motorsportchef Pierre Dupasquier am Donnerstag der Internetausgabe der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport". Falls der von FIA-Präsident Max Mosley für das Jahr 2008 angekündigte Einheitsreifen wirklich eingeführt werden sollte, könnten der Reifenhersteller aus Frankreich sogar schon 2006 sein Engagement in der Königsklasse des Motorsports beenden. Der Einheitsreifen könnte dann schon 2007 zur Realität werden.

Michelin wolle als Exklusivausrüster nicht an die FIA zahlen. Am Wettbewerb, wer den Einheitsreifen liefern darf, werde sich Michelin nach Informationen der Fachzeitschrift nicht beteiligen. Denn dann dürfte die FIA vom Exklusivausrüster auch eine gehörige Summe Geld verlangen. Dupasquier erklärte aber auch: "Sollte eine Notsituation mit der Reifenausrüstung der Teams entstehen, würden wir uns gegebenenfalls bereit erklären, vorläufig weiterzumachen."

(apa/red)

8.9.2005 19:26
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