Alonso auf den Spuren von Schumi: Spanier kann schon am Sonntag Weltmeister werden
- Renault und McLaren geben sich noch zurückhaltend
- Alonso konstant - Räikkönen vom Pech verfolgt
·Start-Ziel-Sieg von Montoya bei Monza-GP
2. Alonso, Räikkönen wieder im Pech. 13. Klien
·Italien-GP: BILDER vom Rennen in Monza
Montoya siegt hauchdünn vor Alonso, Räikkönen 4.
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Belgien könnte zur großen Bühne des jüngsten Formel-1-Weltmeisters aller Zeiten werden. Nach dem Monza-Grand-Prix scheinen die Würfel gefallen zu sein, Fernando Alonso (Renault) führt vier Rennen vor Schluss (=maximal 40 Punkte) 27 Punkte Punkte vor Kimi Räikkönen (McLaren). Der spanische Fast-Champion bleibt jedoch zurückhaltend: "Der Titel ist noch nicht fix und Räikkönen hat das Zeug, alle vier Rennen zu gewinnen. Es könnte noch knapp werden."
Trotz der drei McLaren-Siegen in Folge - Räikkönen in Budapest und Istanbul, Juan Pablo Montoya in Monza - kann Alonso bereits in Spa den Sack endgültig zu machen und zum ersten spanischen Weltmeister avancieren. Schon vier fünfte Ränge würden Alonso insgesamt zum sicheren Triumph reichen, oder einfach nur in Spa vier Zähler mehr als Räikkönen (z.B. Alonso Erster, Räikkönen Dritter). Ob die WM in Spa oder irgendwo anders entschieden wird, ist Alonso egal. "Aber ich habe in Spa mein erstes Formel-3000-Rennen gewonnen. Und wenn es geht, werde ich den Titelkampf dort beenden."
Renault verweist aus reiner Vorsicht auf die Mathematik, McLaren sieht in ihr quasi den letzten Rettungsanker. "Die Mathematik zeigt, dass wir noch Fahrer- und Team-WM gewinnen können. Aber natürlich wird die Herausforderung immer größer", meinte Teamchef Ron Dennis. Ein Blick auf die Saison 2005 zeigt jedoch, dass Alonso nur in drei von 15 Rennen (inklusive USA) nicht in den Top-Vier gelandet ist.
Räikkönen weiter vom Pech verfolgt
Räikkönen ist angesichts der deutlichen Speed-Überlegenheit seines Boliden nach wie vor von seiner Chance überzeugt, auch wenn der Finne nach dem verpatzten Wochenende (Motorschaden im Freien Training, Pannen im Rennen, am Ende Platz vier) tief enttäuscht aus Monza abreisen musste. "Das Ergebnis entspricht leider nicht unsere Leistung, das ist bitter", so der Blondschopf, der eigentlich mit einer Einstoppstrategie vom elften Startplatz weg angreifen wollte, von einem Reifenschaden jedoch entscheidend daran gehindert wurde.
"Laut unseren Kalkulationen wäre Kimi am Ende Zweiter hinter Montoya geworden", erklärte Dennis zum geplatzten Plan. "Meine Chance wird immer kleiner, aber ich werde weiter kämpfen", so Räikkönen, der 2004 in Spa gewann. Der seit Sonntag endgültig entthronte Rekordweltmeister Michael Schumacher hält die WM für so gut wie entschieden. "Kimis Chance ist nur noch klein und theoretisch, da muss man kein großer Prophet sein. Für mich ist die Sache erledigt."
Zu seiner eigenen Situation meinte der entthronte Champion: "Das hatten wir vorher schon abgehakt. Es kann sich jeder ausrechnen, dass wir nicht gerade überhappy sind. Resignation bringt uns aber nicht weiter." (apa/red)
