Dienstag, 6. September 2005

Favorit Federer im Viertelfinale der US-Open: Viersatzsieg gegen Deutschen Kiefer

  • Damen: Clijsters und Scharapowa im Halbfinale

Bei den US-Tennis-Open in New York läuft bei den Herren weiterhin alles auf ein Halbfinale zwischen Roger Federer und Lleyton Hewitt hinaus. Der Topfavorit aus der Schweiz gab im Achtelfinale gegen Nicolas Kiefer zwar den ersten Satz ab, siegte aber problemlos 6:4,6:7,6:3,6:4. Hewitt ließ dem Slowaken Dominik Hrbaty keinen Satz. Bei den Damen stehen mit Maria Scharapowa und Kim Clijsters bereits die ersten Halbfinalistinnen fest.

Am Dienstag rückten bei den 125. Open erstmals die Damen-Einzel in den Blickpunkt. Scharapowa wiederholte ihren Wimbledon-Viertelfinalerfolg gegen ihre russische Landsfrau Nadia Petrowa und steht nach dem hart erkämpften 7:5,4:6,6:4-Sieg erstmals in Flushing Meadows im Halbfinale. "Das ist wirklich aufregend. Ich kann nicht glauben, dass ich das Match noch gewonnen habe", freute sich die 18-Jährige aus Sibirien.

Clijsters lag gegen Wimbledonsiegerin Venus Williams schon 4:6,2:4 zurück, verwertete gegen die Lokalmatadorin aber eine halbe Stunde nach Mitternacht den Matchball zum 4:6,7:5,6:1-Sieg. "Das bedeutet mir mehr als jeder Sieg vor meiner Operation", sagte die Belgierin, deren Karriere 2004 wegen ihrer langwierigen Handgelenksprobleme auf der Kippe gestanden war. Das vorweg genommenen Endspiel gegen Scharapowa steigt am Donnerstag, die restlichen Viertelfinali am Mittwoch hießen Pierce gegen Mauresmo bzw. Dementjewa gegen Davenport.

Satzverlust: Bei Roger flog der Schläger
Federer musste nach zehn Grand-Slam-Matches ohne Satzverlust wieder einen solchen hin nehmen. Zuletzt war ihm das in Wimbledon gegen Kiefer passiert, nun zeichnete wieder sein "Angstgegner" dafür verantwortlich. "Ein Satzverlust ist für mich immer eine komische Sache", erklärte der sonst so ruhige Titelverteidiger nicht nur seine eher mäßige Leistung sondern auch, warum er sich zwischendurch auch dazu hinreißen hatte lassen, den Schläger zu schmeißen. Kiefer verbeugte sich trotzdem vor seinem Gegner: "Wir sind auf der Erde, er spielt auf einem anderen Planeten."

Der so geehrte "Außerirdische" wehrte im dritten Satz mit einem unfassbaren Passierball einen Breakball ab und riss damit die Partie endgültig herum. Federer stellte zudem eine weitere bemerkenswerte Marke auf. Er ist seit der Halbfinal-Niederlage in Melbourne gegen Marat Safin in 32-Hartplatz-Partien ungeschlagen. Beim Turniersieg würde der Schweizer die Rekordmarke von Pete Sampras brechen.

Hewitts Serie hält an
Federer trifft in seinem 10. Major-Viertelfinale auf den Argentinier David Nalbandian, Hewitt auf Jarkko Nieminen, der als erster Finne in einem Grand-Slam-Viertelfinale steht. Der Australier steht hingegen zum sechsten Mal im Folge im US-Open-Viertelfinale. "Es ist schön, so einen Rekord zu haben. Ich liebe es, in New York zu spielen", sagte Hewitt, dessen größtes Problem gegen Hrbaty das am Rücken mit "stylishen" Löchern versehene, rosa Tennishemd des Slowaken war. "Ich wollte einfach nicht gegen einen Kerl mit so einem Shirt verlieren", so Hewitt.

(apa/red)

6.9.2005 11:57