Neuseeland-Training beendet: ÖSV-Slalom-Asse erholen sich in Therme Geinberg!
- Sölden-Training findet trotz Unglück wie geplant statt
Von Neuseeland in die "Karibik". So fühlen sich derzeit Österreichs alpine Slalomfahrer in der Therme Geinberg, die neuerdings über weißen Sandstrand, Palmen und einen Salzwasser-Pool verfügt. Für Manfred Pranger, Martin Marinac und Co. steht nach dem intensiven Schnee-Training in Neuseeland derzeit in Oberösterreich aktive Erholung auf dem Programm. Von der auf sieben Mann reduzierten Slalomtruppe fehlten am Dienstag aber noch Vizeweltmeister Rainer Schönfelder und der erkrankte Patrick Bechter. Schönfelder wird dafür einen Tag länger bleiben.
Die Reduzierung auf sieben Mann bringt deutliche Vorteile, wie Slalomchef Gerd Ehn betonte. Man könne intensiver und individueller trainieren. Vom einstigen Neuner-Team ist Ex-Weltmeister Mario Matt in die Allrounder-Gruppe gewechselt, Reinfried Herbst und Kilian Albrecht haben die Kaderrichtlinien nicht mehr erfüllt, dürfen aber mittrainieren. Herbst nimmt dieses Angebot wahr, Albrecht bekanntlich nicht. Neu im Team ist Andreas Omminger. "Die Mannschaft hat mich wirklich gut aufgenommen", gab sich der Neuling begeistert.
Kitzbühel- und Schladming-Sieger Pranger ist sich bewusst, dass es in der kommenden Olympiasaison um besonders viel geht. In Neuseeland war der Schnee zwar nicht immer ganz optimal bezüglich der Materialtests, "aber insgesamt läuft es wirklich gut", versicherte der Tiroler. Trainer Ehn zieht dennoch zufriedene Zwischenbilanz. "Wir sind in Neuseeland 13 Tage Ski gefahren, davon waren fünf bis sechs sehr gut. Drei Tage hatten wir sogar auf vereister Sprühbalken-Piste, wir sind gegenüber dem Vorjahr gut acht Tage im Plus."
In Turin Medaillen zu machen, sei das logische Saisonziel. "Mit Olympia haben wir noch eine Rechnung offen, die wegen der Baxter-Disqualifikation von Benni Raich in Salt Lake gewonnene Medaille zähle ich nicht wirklich", so Ehn keck. Er verweist darauf: "Wir hatten bei drei Weltmeisterschaft zwei Doppelsiege. Wäre doch schön, wenn es endlich auch bei Olympia klappt. Wir haben mit vier unter den Top-7 die beste Slalomtruppe überhaupt.
Einzig das Unglück in Sölden drückt derzeit auch etwas die Stimmung in der Slalom-Mannschaft, die ihr Training kommende Woche auf dem Rettenbach-Gletscher trotzdem nicht an einen anderen Ort verlegen wird. "Man kann es nicht ändern. So schlimm es ist, man muss es so gut wie möglich verdrängen", sagte Kurt Engl und Trainer Ehn bekräftigte: "Natürlich wird es ein komisches Gefühl sein, mit dem Sessellift an der Stelle vorbei zu fahren. Aber wir müssen das wegstecken. Wenn nichts Gegenteiliges passiert, werden wir dort trainieren." Sein Co-Trainer Rainer Gstrein, in Sölden für die Pisten verantwortlich, hat bisher aber grünes Licht gegeben. (apa)
