Startschuss für die NFL: New England hofft auf eine neue "Stunde der Patrioten"!
- Eröffnungsspiel der Patriots gegen Oakland Raiders
Trotz dreier Super-Bowl-Triumphe in vier Jahren startet Titelverteidiger New England Patriots als Außenseiter in die neue Saison der National Football League (NFL). Mit dem Gastspiel der Oakland Raiders beim Champion im Bostoner Vorort Foxboro beginnt in der Nacht auf Freitag (ab 03.00 MESZ/ORF 1 überträgt ab 02:30 Uhr) zum 40. Mal das Rennen um die begehrte Super Bowl, um die es nach 16 Runden im Grunddurchgang sowie drei Playoff-Runden am 5. Februar 2006 in Detroit geht.
An einen neuerlichen Siegeszug, eine weitere "Stunde der Patrioten", glaubt kaum jemand, obwohl der dreifache Champion auf dem Weg zu seinen beiden Titeln in den vergangenen Jahren trotz enormen Verletzungspechs 34 seiner 38 Begegnungen gewann. Doch verlor Headcoach Bill Belichick im Frühjahr nicht nur mit Tedy Bruschi, der nach einem leichten Schlaganfall mindestens eine Saison pausieren muss, Ted Johnson und Ty Law drei seiner besten Defensivspieler, sondern auch die beiden maßgeblich an den Erfolgen beteiligten en Assistenztrainer.
Was den Fans rund um Boston allerdings Mut macht: Auch bei den härtesten Rivalen läuft bisher nicht alles perfekt. Die Indianapolis Colts punkten zwar mit Star-Quarterback Peyton Manning seit Jahren in Hülle und Fülle, scheiterten aber in den entscheidenden Momenten immer wieder an ihrer eklatant schwachen Defense. Dagegen klappt es bei den Pittsburgh Steelers und den Baltimore Ravens in der Offensive nicht. Beide haben bekannt starke Abwehrreihen, lassen aber mit unerfahrenen Quarterbacks Konstanz im Angriff vermissen.
Streitigkeiten bei den Philadelphia Eagles
Die Philadelphia Eagles, die den Patriots im Finale Anfang Februar nur 21:24 unterlegen waren, sorgten seit dem Endspiel von Jacksonville nur mit internen Querelen für Schlagzeilen. Star-Angreifer Terrell Owens attackierte erst verbal Spielmacher Donovan McNabb als den Schuldigen für die Super-(Bowl)-Pleite. Anschließend fand "T.O.", dass er mit einem Siebenjahresvertrag für 49 Millionen Dollar (39,1 Mio. Euro) grob unterbezahlt sei.
Der 31-jährige Exzentriker zog alle Register, drohte mit Weggang, streikte, ließ sich krankschreiben und wurde schließlich trotzdem von Cheftrainer Andy Reid zur reumütigen Rückkehr ins Team und Einhaltung seines Vertrages gezwungen. Trotz dieses Theaters im Saisonvorfeld gilt die Reid-Truppe weiter als "heißer" Anwärter auf den Titel.
(apa)
