FPÖ präsentiert Kandidaten für Wien-Wahl: Strache, Schock und Matiasek als Spitzentrio
- Hilmar Kabas auf symbolischen letzten Platz der Liste
- Wahlziel der Freitheitlichen: "SPÖ-Absolute brechen"
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Die Riege der Wiener FPÖ wird im nächsten Stadtparlament um zumindest eine prominente Persönlichkeit ärmer sein: Hilmar Kabas (63), langjähriger Obmann des Gemeinderatsklubs, Landesparteichef und nunmehr Ehrenobmann der Bundes-FPÖ, wird bei der Wien-Wahl am 23. Oktober nur noch am symbolischen letzten Platz der Landesliste kandidieren. Das gab Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt.
Während Kabas also Platz 300 einnimmt, findet sich Strache auf dem ersten Listenplatz. Hinter ihm wurden Stadtrat Eduard Schock und Veronika Matiasek, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin in Hernals, positioniert. Beide sind auch Straches Stellvertreter in der Landespartei.
Strache ließ offen, ob er nach der Wahl das Amt des Klubobmanns der FP-Fraktion im Gemeinderat anstrebe. Auch ob er dem Wiener Stadtparlament schon 2006 den Rücken Richtung Nationalrat kehren könnte, wollte er nicht beantworten. "Es steht überhaupt nicht fest, ob ich bei der Bundeswahl antrete und in welcher Form", erklärte er. Ausschließen wollte er eine Spitzenkandidatur im Bund jedoch auch nicht.
Die Listen für die Landtags- bzw. Gemeinderatswahl sowie für die Bezirksvertretungswahlen wurden laut Strache am Montag im Landesparteivorstand der Wiener FPÖ einstimmig beschlossen. Strache selbst ist auch in Favoriten und in seinem Heimatbezirk Landstraße Erster der Wahlkreisliste. Im 21. Bezirk ist mit David Lasar ein Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde Spitzenkandidat. Landesparteisekretär Harald Vilimsky steht im Wahlkreis Wien-Zentrum an der Spitze.
Das Wahlziel der FPÖ: "Die absolute Mehrheit der SPÖ in dieser Stadt zu brechen", so Strache. Er strebt dazu die "Zweistelligkeit" beim Stimmanteil an. Grundmandate seien in drei bis vier Wahlkreisen möglich, und zwar in Favoriten, Floridsdorf, der Donaustadt sowie im Wahlkreis Zentrum (1., 4., 5. und 6. Bezirk). Bei der letzten Gemeinderatswahl 2001 kam die FPÖ noch auf 20,16 Prozent. Sie schaffte damit 17 Grund- und 4 Reststimmenmandate.
Strache sprach von einer Ausgangslage, die "durchaus schwierig, aber sehr reizvoll" sei. "Es gibt viel zu tun, wo es ein Gegengewicht braucht zur Präpotenz der Macht der SPÖ. Wir sind der Herausforderer", betonte er. Und: "Wir werden in Wien bei dieser Wahl das Fundament schaffen, um das blaue Haus wieder groß, stark und neu aufzubauen."
Straches Wahlkampfmotto: "Der echte Wiener darf nicht untergehen." Er forderte für Wien einen Zuwanderungsstopp bzw. sogar eine "Minuszuwanderung", denn "wir wollen Herren im eigenen Haus sein". Die SPÖ dagegen vertrete eine "Tür-auf-Politik" für Zuwanderer und habe einen "gezielten, bewussten Wandel dieser Stadt in ein multikulturelles Zentrum" bewirkt.
Die ersten zehn Kandidaten auf der Landesliste (=Reststimmenliste) der FPÖ für die Wiener Gemeinderats- bzw. Landtagswahl:
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1. Heinz-Christian Strache
2. Eduard Schock
3. Veronika Matiasek
4. Harald Stefan
5. Gerald Ebinger
6. Johann Gudenus
7. Johann Herzog
8. Toni Mahdalik
9. Rudolf Stark
10. Herbert Madejski
