1,142.074 Wahlberechtigte in Wien: Heuer sind deutlich mehr Menschen zugelassen
- Drei Bezirke mit mehr als 100.000 Wahlberechtigten
- EU-Bürger können auf Bezirksebene mitstimmen
Bei der Wiener Gemeinderats- bzw. Landtagswahl am 23. Oktober werden - bis zum Ende der Reklamationsfrist am 25. September vorläufig - 1,142.074 Personen wahlberechtigt sein. Gegenüber den endgültig Wahlberechtigten bei der letzten Gemeinderatswahl ist das eine Steigerung um 45.342 Personen bzw. 4,13 Prozent. 618.125 Frauen und 523.949 Männer werden wählen dürfen, hieß es in einer Rathaus-Aussendung.
Während der Anteil der weiblichen Wahlberechtigten seit der Gemeinderatswahl 2001 um 2,51 Prozent oder 15.135 Personen gestiegen ist, erhöhte sich die Zahl der männlichen Wahlberechtigten um 6,12 Prozent bzw. 30.207. Bei der Wahl vor vier Jahren gab es nur im Bezirk Favoriten mehr als 100.000 Wahlberechtigte (nämlich exakt 106.559). Diesmal werden drei Bezirke diese Marke überspringen, nämlich Favoriten (112.719), Floridsdorf (101.078) und die Donaustadt (107.514). Die geringste Zahl an Wahlberechtigten wird es in der Inneren Stadt mit 12.871 Menschen geben.
Bei den Bezirksvertretungswahlen werden - ebenfalls bis Ende der Reklamationsfrist vorläufig - 1,206.088 Personen wahlberechtigt sein. Hier gibt es seit den Bezirksvertretungswahlen 2001 eine Steigerung um 84.321 bzw. 7,52 Prozent von damals 1,121.767 Wahlberechtigten. 649.956 Frauen (plus 5,64 Prozent) und 556.132 Männer (plus 9,8 Prozent) können ihr jeweiliges Bezirksparlament wählen.
Unter den bei den Bezirksvertretungswahlen Wahlberechtigten sind voraussichtlich auch 64.014 nichtösterreichische EU-Bürger. Das ist eine Steigerung um 38.979 Wahlberechtigte (2001: 25.035) bzw. um 155,7 Prozent. Der Grund für diese deutliche Zunahme liegt in der EU-Erweiterung vom 1. Mai 2004, als zehn neue Mitgliedstaaten der Union beitraten und damit Staatsangehörige dieser Länder bei Bezirksvertretungswahlen wahlberechtigt wurden. (apa)
