Merkel orientiert sich an großen Vorbildern:
Wähler-Appell war von Reagan abgekupfert
- Rede fast wörtlich ident mit der des Ex-Präsidenten
- CDU: "Hat sich sicherlich davon inspirieren lassen"
·Schröder gewinnt TV- Duell gegen Merkel
UMFRAGE: Wer war Ihrer Meinung nach besser?
·Künftige Koalition in Deutschland offen!
Was glauben Sie: Wer wird mit wem regieren?
·TV-Duell: Das sagt die Presse zur Debatte
NZZ: "Keiner vermochte Vorteil zu verbuchen"
·Schröder vs Merkel: Harter Schlagabtausch
Steuern und Arbeit als Hauptthemen bei TV-Duell
·Die besten Zitate aus dem Fernseh-Duell
Markante Wortmeldungen
von Merkel und Schröder
·Bundestagswahl in Deutschland am 18. 9.
UMFRAGE: Welche Partei stellt nächsten Kanzler?
·Klicken: Das waren die Wahlplakate!
Teils witzig, oft ernst, immer aussagekräftig
·Müntefering nicht in SPD, aber im Kabinett
Meinung posten: Rettet das die große Koalition?
·KLICKEN: Pläne der Parteien im Vergleich
Programme von SPD, Union, Grünen und FDP
Die CDU hat eingeräumt, dass das Schluss-Statement von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel beim TV-Duell mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder an eine Rede des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan angelehnt war. "Sie hat sich sicherlich davon inspirieren lassen", sagte ein CDU-Sprecher in Berlin.
Die in den abschließenden Äußerungen enthaltenen Positionen seien aber letztlich die gewesen, die die Union im Wahlkampf vertrete. Die rot-grüne Koalition habe in sieben Jahren Regierungszeit ihre Versprechen gebrochen; die Union wolle den Bürgern nun eine Alternative anbieten.
Reagan hatte sich vor 25 Jahren als Präsidentschaftskandidat zum Schluss eines TV-Duells mit Präsident Jimmy Carter in ähnlicher Weise an die Bürger gewandt. Reagan hatte später die Wahl gewonnen.
Merkel kupfert Erfolgsrede ab
In ähnlichen Worten wie Reagan hat Merkel am Ende des Streitgesprächs mit Bundeskanzler Gerhard Schröder gesagt: "Liebe Wählerinnen und Wähler, in zwei Wochen werden Sie Ihre Entscheidung über die Wahl fällen. Vielleicht hilft Ihnen die Beantwortung einiger Fragen bei Ihrer Entscheidung: Geht es unserem Land heute besser als vor sieben Jahren, als Rot-Grün antrat? Ist das Wachstum höher? Ist die Arbeitslosigkeit niedriger? Haben wir weniger Bürokratie? Sind unsere Rente, Pflege und Gesundheit sicherer? Wenn Sie alle diese Fragen mit Ja beantworten, dann denke ich, ist es sehr offensichtlich, wen Sie wählen werden. Wenn Sie anderer Meinung sind, wenn Sie nicht wollen, dass wir dem Kurs der vergangenen vier Jahre weiterhin folgen, dann will ich Ihnen eine andere Wahl nahe legen, die Sie haben."
Reagan hatte sich zum Abschluss eines TV-Duells mit seinem Konkurrenten Carter pathetisch an das Publikum gewandt und erklärt: "Am nächsten Dienstag werden Sie alle wählen gehen, werden an den Wahlurnen stehen und eine Entscheidung treffen. Ich denke, wenn Sie diese Entscheidung treffen, wäre es gut, sich selbst zu fragen: Geht es Ihnen besser als vor vier Jahren? Ist es für Sie einfacher, in die Geschäfte zu gehen und Sachen einzukaufen, als vor vier Jahren? Gibt es mehr oder weniger Arbeitslosigkeit im Land als vor vier Jahren? Ist Amerika so geachtet in der Welt, wie es es war? Glauben Sie, dass unsere Sicherheit so groß ist, das wir so stark sind, wie wir es vor vier Jahren waren? Und wenn Sie all diese Fragen mit Ja beantworten, dann denke ich, dass ihre Entscheidung sehr offenkundig ist, wen Sie wählen. Wenn Sie dem nicht zustimmen, wenn Sie nicht denken, dass dieser Kurs, den wir die vergangenen vier Jahre lang verfolgt haben, das ist, was sie für die kommenden vier Jahre wollen, dann könnte ich Ihnen eine andere Wahl vorschlagen, die Sie haben."
Reagan war vor einem Jahr im Alter von 93 Jahren gestorben. Der republikanische Politiker war zwischen 1981 bis 1989 der 40. Präsident der USA. (apa)
