Sonntag, 11. September 2005

Attentat auf Premier vereitelt? Al-Kaida wollte angeblich Tony Blair erschießen!

  • 50. Thronjubiläum der Queen als Anschlagzeitpunkt
  • Ex-Polizeichef: "War ernst zu nehmende Bedrohung"

Die Londoner Polizei hat ihrem ehemaligen Chef zufolge im Juni 2002 ein Al-Kaida-Attentat auf Premierminister Tony Blair vereitelt. John Stevens schreibt in der Zeitung "News of the World", Scharfschützen der moslemischen Extremistengruppe hätten den Regierungschef und dessen Frau Cherie bei der Parade zum 50. Thronjubiläum von Königin Elizabeth erschießen wollen.

"Das war eine ernst zu nehmende Bedrohung," schreibt Stevens in dem Auszug aus seiner Autobigrafie. Die Polizei habe den Anschlag aber mit einer groß angelegten, verdeckten Operation verhindert. Weder die britische Regierung noch die Londoner Polizei wollten zu dem Bericht Stellung nehmen.

Laut Stevens wollte Al-Kaida die Blairs bei der Veranstaltung vor dem Buckingham Palace ermorden, an der mehr als eine Million Menschen teilnahmen. "Herr Blair blieb sehr ruhig und pragmatisch", schreibt Stevens weiter. Er wusste, dass es eine spezifische Bedrohung gegen ihn und seine Frau gab, dennoch blieb er absolut unbeeindruckt." Der Premierminister habe sich von vielen bewaffneten Polizisten in Zivil schützen lassen, eine kugelsichere Weste aber abgelehnt.

Stevens war bis zu seiner Pensionierung im Jänner der höchstrangige Polizist Großbritanniens. (apa)

11.9.2005 17:58