Freitag, 9. September 2005

Acht Verletzte bei Explosionen: Anschläge auf US-Fastfood-Restaurants in Pakistan

  • Zusammenhang mit Vorgehen gegen Koranschulen
  • Schnellimbisse gelten als Inbegriff des Westens

Bei Bombenanschlägen auf US-Fastfood-Restaurants sind in Pakistan mindestens acht Menschen verletzt worden. Nach Polizeiangaben explodierten die Sprengsätze in der Nacht in einer McDonald's- und einer Kentucky Fried Chicken-Filiale in der Hafenstadt Karachi.

Die Behörden vermuteten einen Zusammenhang mit einem geplanten landesweiten Streik von Oppositionsparteien gegen das harte Vorgehen der Regierung gegen moslemische Religionsschulen. Die Opposition wies dies zurück.

Die pakistanische Regierung geht seit den Terroranschlägen von London massiv gegen Koranschulen vor. Einer der mutmaßlichen Selbstmordattentäter vom 7. Juli hatte im vergangenen Dezember eine solche Koranschule (Madrassa) in Pakistan besucht.

In Pakistan kommt es immer wieder zu Anschlägen auf Schnellimbisse, die islamistischen Attentätern als Inbegriff des Westens gelten. Im Mai waren sechs Angestellte ums Leben gekommen, als schiitische Moslems ein Fastfood-Restaurant in Karachi in Brand setzten. (apa)

9.9.2005 14:21