Großbritannien gegen den Terror: Liste mit "unerwünschten Personen" ist in Arbeit
- Ministerium will über Einreise Radikaler entscheiden
- Islamische Extremisten und Hassprediger registriert
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Nach den Terroranschlägen vom 7. Juli lässt der britische Innenminister Charles Clarke derzeit von den Botschaften seines Landes im Ausland eine Liste mit "unerwünschten Personen" erstellen. Darauf sollen schon bis zu 100 Namen von Radikalen stehen. Beantragen sie eine Einreise, soll über jeden Fall das Ministerium entscheiden.
Clarke habe die Liste als Beweis dafür bezeichnet, dass seine Regierung entschlossen sei, gegen Hardliner strikt vorzugehen. Auf der Liste steht nach Angaben der britischen Zeitung "Daily Mail" neben zahlreichen anderen islamischen Extremisten auch der Hassprediger Omar Bakri, der nach einer Reise nach Libanon aus Großbritannien verbannt worden war.
Clarke hatte nach den Anschlägen auf drei U-Bahnen und einen Bus, bei denen vier Selbstmordattentäter 52 Menschen mit in den Tod gerissen hatten, eine rasche Abschiebung von Hasspredigern angekündigt. Zugleich legte er eine Liste "inakzeptablen Verhaltens" vor, das zur Ausweisung führen kann. Sie umfasst unter anderem Aufrufe zur Gewalt und die Verherrlichung von Terrorismus im Internet, in Schriften, Predigten oder Lehrveranstaltungen. (apa/red)
