Donnerstag, 8. September 2005

Anschlag auf Arafat-Neffen: Palästinenser-Splittergruppe hat sich davon distanziert

  • Sprecher soll sich "vorschnell" bekannt haben
  • Mussa Arafat wurde am Mittwoch in Gaza erschossen

Die palästinensische Splittergruppe Volkswiderstandskomitees hat sich vom Mordanschlag auf den früheren Militärgeheimdienstchef Mussa Arafat distanziert. In einem in der Stadt Gaza verbreiteten Flugblatt teilte die Gruppierung mit, sie habe das Attentat vom Vortag nicht verübt und verurteile es. Abu Abir, ein Sprecher der Organisation, habe sich vorschnell und "ohne die Wahrheit zu kennen" zu der Tat bekannt, hieß es weiter.

Der 1941 geborene Mussa Arafat war ein Neffe des im vergangenen Jahr gestorbenen Palästinenserpräsidenten Yasser Arafat. Dutzende maskierter Männer waren in der Nacht zum Mittwoch in das Haus des Arafat-Verwandten in Gaza-Stadt eingedrungen, hatten Mussa Arafat auf die Straße geschleift und dort erschossen. Der 29-jährige Sohn des Arafat-Neffen wurde verschleppt. (apa)

8.9.2005 14:48