Donnerstag, 8. September 2005

Bermuda rüstet sich für Hurrikan "Nate": Sturm bewegt sich auf Urlaubsparadies zu

  • Sturmflut wird erwartet, Flughafen ist geschlossen
  • Taifun "Nabi" über japanische Insel gefegt - 18 Tote

Die Bermuda-Inseln haben sich für den Wirbelsturm "Nate" gerüstet, der sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 130 Kilometern pro Stunde der Region nähert. Der Hurrikan kündigte sich mit einer mehr als einen Meter hohen Sturmflut und starkem Wellengang an. Sein Zentrum befand sich am Mittwoch rund 310 Kilometer südwestlich von Bermuda.

Meteorologen rechneten damit, dass er heute im Laufe des Tages knapp an den Inseln vorbeiziehen wird. Die Behörden warnten dennoch vor möglichen Stromausfällen in Tausenden Haushalten. Auf dem Flughafen der Hauptstadt Hamilton wurden mehrere Flüge abgesagt. Vier Kreuzfahrtschiffe verließen die Insel vorzeitig, um dem Hurrikan auszuweichen.

Taifun "Nabi" fegte über Hokkaido hinweg
Auf seinem Verwüstungszug durch Japan ist der Taifun "Nabi" über die nördliche Insel Hokkaido hinweg gefegt. Obwohl er kurz vor Auftreffen auf die dortige Küste zum Tropensturm herabgestuft wurde, brachte er bei Windgeschwindigkeiten von rund 90 Stundenkilometern immer noch sintflutartige Regenfälle mit sich. Etwa 700 Schulen wurden geschlossen, in 1.700 Haushalten fiel vorübergehend der Strom aus.

"Nabi" hat auf seinem Weg durch Japan schon mindestens 21 Menschenleben gekostet. Sieben Personen wurden am Donnerstag noch vermisst. Mehr als 140 wurden bei Erdrutschen und Überschwemmungen verletzt, gut 30 von ihnen schwer, wie die Behörde zur Katastrophenabwehr mitteilte. Im Süden und Westen Japans wurden fast 1.000 Häuser völlig zerstört oder stark beschädigt, 11.400 Häuser wurden landesweit überflutet.

Der Taifun, dessen koreanischer Name "Schmetterling" bedeutet, hinterließ auch in Südkorea eine Spur der Verwüstung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap wurden dort mindestens fünf Menschen vermisst. (apa/red)

8.9.2005 08:07