Mittwoch, 7. September 2005

Bombenanschlag auf Diplomatenkonvoi im Irak: Vier US-Sicherheitskräfte sterben

  • 7102 Iraker von britischen und US-Truppen gefangen
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Bei einem Anschlag auf einen Botschafts-Konvoi im Süden des Irak sind am Mittwoch vier US-Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Eine Bombe sei in der Stadt Basra explodiert und habe die vier Insassen des ersten Wagens in der Kolonne getötet, teilte ein britischer Diplomat mit. US-Diplomaten seien bei dem Anschlag nicht zu Schaden gekommen.

Der Konvoi sei von einer privaten Sicherheitsfirma organisiert gewesen. Aus der südlichen Metropole Basra war erst vor zwei Tagen der Tod von zwei britischen Soldaten gemeldet worden.

7102 Iraker von britischen und US-Truppen gefangen
Die amerikanischen und britischen Truppen halten in ihren Gefängnissen und Gefangenenlagern im Irak nach offiziellen Angaben 7102 Iraker gefangen. Das berichtete die irakische Zeitung "Al-Sabah" am Mittwoch unter Berufung auf das Justizministerium. Unter den Gefangenen seien 199 Frauen und 125 Minderjährige.

Basho Ibrahim, Staatssekretär im Justizministerium, sagte der Zeitung, demnächst solle eine großen Zahl von "gefährlichen Schwerverbrechern und Terroristen" aus den Gefängnissen der ausländischen Truppen in ein Gefängnis im nordirakischen Sulaimaniya gebracht werden. Die Stadt liegt im kurdischen Autonomiegebiet.

Ibrahim sagte, sein Ministerium habe nicht genug Geld für den Unterhalt der Gefängnisse und die Versorgung der Gefangenen. Er fügte hinzu: "In den Gefängnissen der irakischen Regierung kostet eine Tagesration Essen zwei Dollar, in den Gefängnissen der multinationalen Truppen sind es zwölf Dollar."(apa/red)

7.9.2005 11:20