"Exorbitante Forderungen": Iran will IAEO-Bericht zu Atomprogramm zurückweisen
- Bericht enthalte Fehler, Transparenz wird gefordert
Der Iran will den Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zu seinem Atomprogramm offiziell zurückweisen. Das Papier, in dem IAEO-Chef Mohammed ElBaradei "vollständige Transparenz" und Zusammenarbeit gefordert hatte, enthalte "Fehler", sagte der iranische Atom-Unterhändler Ali Agha Mohammadi der Regierungszeitung "Iran".
Der Bericht stelle "exorbitante Forderungen" und verlange Inspektionen, die über die vom Iran zugestandenen Untersuchungen hinausgingen. Die Antwort auf das Papier werde vorbereitet und solle der IAEO demnächst zugeleitet werden.
Nach der Wiederaufnahme seiner Urankonversion in der Atomanlage Isfahan Anfang August hatte der IAEO-Gouverneursrat Generaldirektor ElBaradei um den Bericht gebeten. Vor allem die USA hegen den Verdacht, Teheran arbeite unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung an einem militärischen Atomprogramm. Die Uran-Konversion ist eine Vorstufe zur Anreicherung. Je nach Anreicherungsgrad kann das Uran auch zur Herstellung von Atombomben genutzt werden. (apa)
