Bei Feuergefecht in Saudiarabien: Top-Terrorist von Sicherheitskräften getötet
- Weitere Islamisten und Polizisten ebenfalls Opfer
Islamisten und Sicherheitskräfte haben sich am Dienstag an der saudiarabischen Golfküste den dritten Tag in Folge Feuergefechte geliefert. Bis zum frühen Morgen kamen dabei drei mutmaßliche Extremisten sowie zwei Polizisten ums Leben.
Unter den Toten ist nach Behördenangaben auch der 31-jährige Saudiaraber Zaid Saad Zaid al-Samari, der auf einer Fahndungsliste mit den Namen von 30 Terroristen an dritter Stelle stand. Im Mittelpunkt der Feuergefechte stand weiterhin eine zweistöckige Villa in Dammam, wo sich die bewaffneten Islamisten verschanzt hielten.
Weitere Polizisten wurden Dienstag Früh vor dem Gebäude in Stellung gebracht, nachdem etwa 30 Beamte mit teilweise schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Die Schüsse nahmen im Laufe des Vormittags wieder zu, auch Granaten wurden abgefeuert. Über dem Dach der Villa stieg schwarzer Rauch auf. Die Bewohner des Stadtteils Mubarakaya blieben verängstigt in ihren Häusern.
Seit Mai 2003 haben islamische Extremisten aus dem Umkreis von Al- Kaida mehrere Bombenanschläge in Saudiarabien verübt. Der getötete Samari stand unter dem Verdacht, an all diesen Attentaten beteiligt gewesen zu sein. Dem Innenministerium in Riad zufolge gehören die Bewaffneten in Dammam einer "Abweichlergruppe" an, womit in Saudiarabien in der Regel Ortsgruppen des Terrornetzwerks Al-Kaida gemeint sind.
Die Gefechte in Dammam gegenüber dem Inselstaat Bahrain veranlassten die US-Behörden, bis auf weiteres ihr Konsulat im nahe gelegenen Dhahran zu schließen.
(apa)
