Samstag, 10. September 2005

Steiermark: Klares Nein Klasnics zu rot-roter Koalition bei VP-Wahlkampfauftakt

  • "Will weiter mit ganzem Herzen fürs Land kämpfen"
  • Unterstützung von Tiroler LH van Staa bekommen

Ein klares Nein zu einer rot-roten Koalition gab es von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic anlässliche des offiziellen Wahlkampfauftaktes der steirischen ÖVP für die Landtagswahl am 2. Oktober im Cargo Center in Werndorf bei Graz. Unterstützt wurde Klasnic neben 1.500 Funktionären auch vom Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa (V), der die Notwendigkeit des Zusammenhaltens und der Solidarität betonte und die "gewaltige Leistung" im Bezug auf das steirische Wirtschaftswachstum hervorhob.

Landeshauptfrau Klasnic erläuterte einleitend die Beweggründe, sich "das alles anzutun", und hatte darauf nur eine klare Antwort: "Weil ich weiterhin mit ganzem Herzen und Kraft für dieses Land kämpfen will". Sie wolle mit ihren Aufgaben nicht erst anfangen, sondern sie fortsetzten. Sie betonte, dass das "Tor des Erfolges" offen gehalten werden müsse. "Mein Auftrag ist nicht, antworten zu geben, die keiner versteht", meinte Klasnic weiter. Man müsse zuhören, nachdenken und erst dann handeln - Abhilfe schaffen, wo es notwendig ist.

Zu Umfragen über den Ausgang der Landtagswahl und dem prognostizierten Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP und SPÖ erklärte die Landeshauptfrau, dass eines feststehe: "Die Landesfarben sind weiß-grün und nicht rot-rot", womit sie einer Koalition zwischen SPÖ und KPÖ eine klare Absage erteilte. "Die Frage müsse nur lauten, wollen wir Waltraud Klasnic und ihr Team arbeiten lassen, und damit das Miteinander auch sichern, oder wollen wir Franz Voves und Rot-Rot", so Klasnic überraschend kämpferisch.

Als "Anheizer" fungierte der Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa, der in seiner Rede den erfolgreichen Weg der Steiermark unter Klasnics Führung lobte. Im Bezug auf Wahlplakate des Hauptkonkurrenten, SPÖ-Chef Franz Voves, die "vieles anders und besser" versprechen, erklärte Van Staa, dass es eine gefährliche Drohung sei, wenn man an der Spitze des österreichischen Wirtschaftswachstums stehe. "Und wenn jemand sagt, mein Programm ist Erneuerung, dann frage ich mich, was dieser Herr die letzten zig Jahre getan hat", so Van Staa. (apa/red)

10.9.2005 13:26