Burgenland-Wahl: Bundesparteiobmann Strache sieht FPÖ als Autofahrerpartei
- "Fahrer dürfen nicht länger Melkkuh der Nation sein"
- Warnung vor absoluter Mehrheit der Sozialdemokraten
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EU-Unterstützung brachte deutlichen Aufholprozess
Die burgenländische FPÖ bekam am Samstag Unterstützung im Landtagswahlkampf: Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache war mit dem Team um Hans Tschürtz im Land unterwegs. Neben der Bank Burgenland und dem Proporzsystem waren auch die Ausgaben der Autofahrer und die EU ein Thema im Pressegespräch. "Wie kommen die 40.000 burgenländischen Pendler dazu, durch die hohen Spritpreise so belastet zu werden", fragte sich Strache.
Strache sieht in der FPÖ auch eine Autofahrerpartei: "Autofahrer dürfen nicht länger die Melkkuh der Nation sein. Basierend auf den Mehreinnahmen durch die Benzinpreiserhöhungen fordern wir eine Anhebung des Kilometergeldes und der Pendlerpauschalen. Im Gegensatz zu ÖVP, SPÖ und Grüne sind wir gegen eine PKW-Maut." In diesem Zusammenhang organisiert die FPÖ deshalb am 2. Oktober eine Sperre der Autobahn A3 von 14.00 bis 15.00 Uhr.
Warnung vor absoluter Mehrheit
Strache warnte auch vor einer absoluten Mehrheit der Sozialdemokraten im Burgenland: "Es ist nie gut, wenn eine Partei die absolute Macht hat und über die Menschen 'drüberfährt." Landeshauptmann Hans Niessl (S) sowie seinen Stellvertreter Franz Steindl (V) bezeichnete er als "Machthaberer". "Schwarz und Rot werden nach dem 9. Oktober die Posten wieder beliebig besetzen", so Strache. Er forderte die ÖVP auf, den Weg für eine moderne Landesverfassung frei zu machen.
"Im Gegensatz zu Schwarz und Rot, die sich Scheingefechte liefern, und Grüne, die nur Biotope bauen wollen, sind wir die Kontrollpartei", sagte der Klubchef der burgenländischen Freiheitlichen Manfred Kölly und wies darauf hin, dass Hans Tschürtz und Wolfgang Rauter in der kommenden Woche eine von der FPÖ in Auftrag gegebene Expertise zum Verkauf der Bank Burgenland präsentieren werden.
Betreffend EU und die geplante Erweiterung sagte der Bundesparteiobmann: "Die EU ist am völlig falschen Dampfer unterwegs. Ich habe es satt, dass alle anderen Parteien vor der EU auf Knien rutschen. Wir müssen mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen." Einen EU-Beitritt der Türkei lehnt er ab: "Die Türkei hat in Europa nichts verloren. Die EU sollte an der geographischen Grenze Halt machen." Angesprochen auf das Nichtantreten des BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) bei den burgenländischen Landtagswahlen meinte Strache: "Das wäre mit der Ein-Mann-Fraktion Karl Schweitzer auch schwierig geworden."
(apa)
