Keine Chance für Ganoven: Kriminalität
geht in Österreich weiter deutlich zurück
- 6 Prozent weniger Straftaten - Mehr Fälle aufgeklärt
- Anstieg der Anzeigen nur in Burgenland und Kärnten
Der Trend der Vormonate hat sich fortgesetzt: Nach der Kriminalstatistik des Innenministeriums gab es mit 400.221 angezeigten Straftaten in Österreich von Jänner bis August dieses Jahres um sechs Prozent oder 25.429 Fälle weniger als im Vergleichszeitraum 2004. Die Aufklärungsquote stieg im selben Zeitraum um zwei Prozentpunkte auf 39,4 Prozent, teilte Brigadier Gerhard Lang vom Bundeskriminalamt mit.
In absoluten Zahlen wurden mit 157.713 Fällen um rund 1.500 Straftaten oder 0,9 Prozent weniger geklärt als im Vergleichszeitraum 2004 (159.210 geklärt), wegen des deutlichen Rückgangs der Anzeigen ergibt das aber dennoch ein Plus bei der Aufklärungsquote. Zuwächse bei der Zahl der angezeigten Fälle gab es nur in Kärnten (plus 3,6) und im Burgenland (plus 10,9 Prozent), wo ein mutmaßlich betrügerischer Gerichtsbeamter jahrelang aktiv war und im Juni aufflog. Das erklärt auch den Zuwachs bei der aufgeklärten Fälle im Burgenland um 26,1 Prozent.
Einen Rückgang bei der Aufklärungsquote gab es nur in Vorarlberg - um 1,1 Prozentpunkte. Erfreut zeigte sich Innenministerin Liese Prokop (V) über die Entwicklung in Wien und Niederösterreich. In der Bundeshauptstadt ging die Zahl der angezeigten Fälle um neun Prozent zurück, die Aufklärungsquote wurde im selben Zeitraum um 1,5 Prozentpunkte gesteigert. In Niederösterreich gab es um einen Rückgang bei den Straftaten um 5,6 Prozent, gleichzeitig wurden um 4,5 Prozentpunkte mehr geklärt als in den ersten acht Monaten 2004. (apa/red)
