Freitag, 9. September 2005

BZÖ nur in Wien und Steiermark dabei: Kein Antreten bei Landtagswahlen im Burgenland

  • Kritik an Regierungspartner ÖVP durch Wahlkampf
  • Rätsel um Wiener Spitzenkandidat weiter ungelöst

Das BZÖ wird die Landtagswahlen im Burgenland auslassen und nur in Wien und der Steiermark antreten. Das sagte der freiheitliche Klubchef Herbert Scheibner im Gespräch mit der APA. In den zwei verbleibenden Bundesländern gibt er seiner neuen Partei aber durchaus Chancen, wenn es gelinge, die Leistungen des BZÖ im Bund auch entsprechend darzustellen.

"Wir gehen davon aus, dass wir das schaffen werden. Aber die entscheidende Wahl ist die Nationalratswahl im Herbst 2006." Vor allem in Wien will das BZÖ seine Rolle in der Bundespolitik deutlich machen. Dafür müssten freilich auch seine Parteifreunde einen Beitrag leisten und ihre Leistungen deutlicher darstellen, sagte der Klubchef. Derzeit sei das nicht immer der Fall: "Die ÖVP will das nicht und wir akzeptieren das", bedauert Scheibner.

Insgesamt spricht der Klubobmann von einer "sehr guten Stimmung" für das BZÖ. Der steirische Spitzenkandidat Michael Schmid etwa habe früher die FPÖ sehr gut geführt und eine gute Rolle als Minister und Landespolitiker gespielt. Dass Schmid vor fünf Jahren nicht im Frieden aus der Politik und der FPÖ geschieden ist, ändere an dieser Einschätzung nichts. Der Abschied sei damals überraschend gekommen, so der Klubchef: "Dass er sich jetzt wieder zur Verfügung stellt, ist das andere."

Zur Frage der Spitzenkandidatur in Wien verwies Scheibner auf die Präsentation der Liste am Samstag in einer Woche. Er selbst werde die Wahlbewegung als Wiener Abgeordneter unterstützen, wohl aber nicht auf der Liste für den Gemeinderat aufscheinen. (apa)

9.9.2005 13:05