Donnerstag, 8. September 2005

Debatte um den Uni-Zugang: SPÖ wirft Ministerin Elisabeth Gehrer Unfähigkeit vor

  • Kosten für dt. Studenten solle Deutschland tragen
  • PLUS: Eignungstests an Unis ab nächster Woche

Die SPÖ wirft Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) bei der Regelung des Universitätszugangs "Unfähigkeit" vor. Jedes Mal, wenn Gehrer in dieser Frage eine angebliche Lösungsmöglichkeit vorschlage, "dann steht schon am Eingang ein Sackgasse-Schild", so SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer. Zur Erhöhung der Akademikerquote in Österreich will die SPÖ die Zahl der Studienplätze ausbauen.

Die entscheidende Frage ist für Gusenbauer die Kostentragung der internationalen Studentenströme: "Wir nehmen gerne Deutsche auf, wenn die Studienkosten vom Herkunftsland getragen werden", so der SPÖ-Chef. Umgekehrt zahle man gerne für österreichische Studenten, die in anderen EU-Staaten studieren. Gehrer hatte diesen Lösungsansatz, der allerdings auch noch EU-weit beschlossen werden müsste, zunächst vorgeschlagen, mit Hinweis auf den hohen bürokratischen Aufwand dann aber wieder verworfen.

Das hält Gusenbauer für eine "Ausrede". Abgewickelt könne dieses "außerordentlich schlanke Verfahren" durch eine einfache Überweisung oder Gegenverrechnung werden. "Man muss nicht unbedingt die Unfähigkeit einzelner Handelnder zum politischen Problem machen", so der SPÖ-Chef in Richtung Gehrers. Allein im landwirtschaftlichen Bereich werde unter anderem jede "Biografie einer Kuh" erfasst, ergänzte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser. (apa/red)

8.9.2005 11:23