Zu wenige Schüler für zu viele Lehrer: 10.000 Dienstposten scheinen gefährdet!
- Pflichtschulgewerkschaft bestätigt Grünen-Warnungen
- Lösungs-Vorschlag: Schüler-Lehrer-Schüssel ändern
·Bis 2011 um 12.500 weniger Lehrer
Warnen die Grünen. Mehr
Förderlehrer gefordert
·300.000 Österreicher sind Analphabeten!
Ein Fünftel der 15- bis 16-Jährigen in 'Risikogruppe'
Zu wenige Schüler für zu viele Lehrer: Die Pflichtschulgewerkschaft bestätigte Angaben der Grünen, wonach es in den nächsten Jahren zehntausend Dienstposten weniger für Lehrpersonal geben wird. Die von den Grünen genannte Zahl von 12.500 bezeichnet der Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft, Walter Riegler, lediglich als Obergrenze.
Da ein Verlust von Dienstposten durch Pensionierungen nicht ausgeglichen werden kann, wird es zwangsläufig zu Kündigungen von Lehrern kommen, so Riegler.
In erster Linie sind junge Vertragslehrer, die 20 bis 40 Prozent des Personalstands ausmachen, von den Entlassungen betroffen. Allein in der Steiermark gibt es gegenwärtig 250 Dienstposten zuviel und 1.000 Junglehrer warten auf eine Stelle, die 200 Personen, die jährlich von den Pädagogischen Akademien auf den Arbeitsmarkt gespült werden, noch gar nicht eingerechnet.
Eine mögliche Maßnahme für die Schaffung zusätzlicher Posten sieht die Gewerkschaft in der Änderung des Schüler-Lehrer-Schlüssels. Derzeit Derzeit bezahlt der Bund etwa in den Volksschulen einen Lehrer pro 14,5 Schüler. Das Heruntersetzen von 14,5 Schülern auf 14 Schülern würde laut Riegler eine Größenordnung von in etwa 2.500 Dienstposten zusätzlich bedeuten. (red)
