Dienstag, 30. August 2005

Wenn Tafelklässler in die Schule gehen: So wird der Schulweg für die Kleinen sicher

  • ARBÖ empfiehlt vier Übungsphasen für Eltern & Kids
  • PLUS: Sicherheit für Kids im Auto und am Fahrrad

Nach dem Schulstart hat für etwas 9000 Buben und Mädchen jetzt der "Ernst des Lebens" begonnen. Sie müssen ihren Schulweg jeden Tag ganz alleine bestreiten. Doch bevor es soweit ist, sollten Eltern mit kIndern unbedingt üben.

"Eltern müssen diese Chance unbedingt nützen", appelliert Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar vom ARBÖ. Bei 454 Schulwegunfälle im Vorjahr wurden 465 Kinder verletzt und fünf getötet. Um Kindern Verkehrssicherheit zu vermitteln, empfiehlt der ARBÖ den Eltern vier Übungsphasen:

Übungsphase 1: Wie verkehrssicher ist das Kind?
Dabei sollten folgende Aspekte beobachtet werden
- Hält das Kind am Gehsteigrand?
- Hält das Kind an der Sichtlinie, wenn es zwischen geparkten Autos durchgehen möchte?
- Sieht sich das Kind jedes Mal nach links, rechts und noch einmal nach links um?
- Achtet das Kind bei Kreuzungen auch auf den seitlich von hinten kommenden Verkehr?
- Geht das Kind gerade über die Fahrbahn?
- Verhält sich Ihr Kind auch noch richtig, wenn es abgelenkt wird?

Übungsphase 2: Schulweg planen
Gemeinsam mit dem Kind die geeignetste Strecke vom Zuhause zur Schule planen. Nicht der kürzeste Weg muss auch der sicherste sein:
- Sicherheitshalber kleinere Umwege in Kauf nehmen.
- Stark befahrene Straßen immer nur an gesicherten Stellen (bei Ampeln, Zebrastreifen) überqueren.
- Verparkte Stellen bei der Straßenüberquerung möglichst meiden.

Übungsphase 3: Schulweg üben
Gemeinsam mit dem das Kind gehört der Schulweg mehrmals gemeinsam abgegangen. Dafür ausreichend Zeit einplanen, um das Kind auf alle wichtigen Verkehrssituationen aufmerksam zu machen.
Entscheidend ist, dass sich Eltern von ihren Kindern führen lassen, um Unsicherheit festzustellen.

Übungsphase 4: Vorbild sein und Zeit nehmen
Kinder lernen vom Vorbild, sie ahmen eine Bezugsperson nach. Natürlich sollten Eltern selbst ein gutes Vorbild sein. "Nehmen Sie sich Zeit, bereits in der Früh beim Frühstück und bei der Verabschiedung ihrer Kinder", hält Dr. Hellar fest. Die anfängliche Vorsicht am Schulweg wird mit der Zeit geringer. Vor allem, wenn die Kinder in Gruppen unterwegs sind, reagieren sie spontan und unbekümmert. Dadurch wird ihr Verhalten für andere Verkehrsteilnehmer häufig unvorhersehbar. Zeitdruck belastet und lenkt die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ab. (APA/red.)

30.8.2005 11:01