Bahnhof Wien-Mitte wird ab '06 umgebaut: ÖBB und BA-CA konnten sich einigen
- Verkaufspreis für Grundstück wurde nicht genannt
- 70-Meter-Hochhaus auf der Landstraße geplant

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Die unendliche Geschichte um die Überbauung des Bahnhofs Wien-Mitte scheint einem guten Ende näher zu rücken. ÖBB-Holding-Vorstandssprecher Martin Huber und BA-CA-Vorstandschef Erich Hampel verkünden gemeinsam mit Bürgermeister Michael Häupl (S), sich auf einen Verkaufspreis für das Grundstück in nicht genannter Höhe geeinigt zu haben. Der Bau soll nun Ende 2006 starten.
Noch ist der Vertrag nur paraphiert und nicht unterschrieben, doch das ist nach Angaben beider Seiten nur noch Formsache. "Wien-Mitte ist auf Schiene", so Hampel. Huber ergänzte: "Ich kann Ihnen versichern, die Einigung ist da." Für das Projekt wurde die Salima Wien-Mitte Projektentwicklungs GmbH mit 75 Mio. Euro Eigenkapital gegründet, die den ÖBB das Bahnhofsgrundstück nun abkaufen wird.
An der Gesellschaft sind die BA-CA und B.A.I. (Bauträger Austria Immobilien), die als Tochter der Immobilien Holding ebenfalls der BA-CA nahe steht, zu je 50 Prozent beteiligt. "Die Rolle der BA-CA ist die eines Finanzinvestors", erklärte Hampel. Für die Immobilienentwicklung sei dagegen die B.A.I. zuständig.
70-Meter-Hochhaus
Realisiert werden soll das Projekt des Architektenduos Dieter Henke und Marta Schreieck. Es sieht an dem Bahnhof in Wien-Landstraße ein 70-Meter-Hochhaus vor, das von einer 35 Meter hohen Bebauung flankiert wird. Insgesamt sollen rund 80.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen, davon 20.000 Quadratmeter Einkaufsflächen. Neben Büros könnte auch ein Hotel gebaut werden, dies sei aber noch nicht fixiert.
Baubeginn Ende 2006
Wenn mit den Genehmigungen alles gut geht, könnten die Bagger Ende 2006/Anfang 2007 vorfahren. Auch einige Altmieter muss man noch loswerden, doch auch dabei glauben Huber und Hampel an eine baldige Lösung. Rund um 2009/2010 soll der Bahnhof samt Überbauung dann fertig sein. Die Kosten für das gesamte Projekt werden mit rund 300 Mio. Euro beziffert.
"Alle im gleichen Boot"
Huber gab sich über die Einigung erleichtert: "Jetzt sitzen alle im gleichen Boot und rudern in die gleiche Richtung", sagte er. Für ihn sei dies auch mit persönlichen Emotionen verbunden, denn schon im September 1989 habe sich sein allererster Akt bei der Porr um diesen Bahnhof gedreht.
Häupl: "Bahnhof wird gebaut
Auch Häupl sprach von einer großen Freude: "Wir sind so weit, dass man sagen kann, der Bahnhof Wien-Mitte wird gebaut", so der Bürgermeister: "Damit ist bewiesen, es geht ökonomisch im Einklang mit der Stadt und dem Weltkulturerbe." (apa)
