Dienstag, 30. August 2005

Praterstraße 1: UNIQA baut ab 2007 hoch-modernes Gebäude nach Nouvel-Entwurf

  • UNIQA-Haus soll 18 Stockwerke hoch werden
  • Architekturzentrum zeigt Wettbewerbseinreichungen

Ab dem Frühjahr 2007 soll auf dem Gelände der ehemalige UNIQA-Zentrale an der städtebaulich relevanten Adresse Praterstraße 1 in Wien-Leopoldstadt nach den Plänen des französischen Stararchitekten Jean Nouvel ein neues Multifunktionsgebäude entstehen. Die Pläne, mit denen Nouvel den UNIQA-Architekturwettbwerb für sich entscheiden konnte, werden derzeit zur Baureife entwickelt, das Gebäude soll 2010 fertig gestellt sein. Im Architekturzentrum Wien sind Modelle aller zwölf Einreichungen für den Wettbewerb zu sehen.

Auf 4.000 Quadratmetern Bauplatzfläche am Donaukanal entsteht das hochmoderne siebzehnstöckige Gebäude, binnen 36 Monaten - also bis zum Frühjahr 2010 - will UNIQA-Generaldirektor und Bauherr Konstantin Klien den Komplex fertig stellen. Der Hotelbereich soll ca. 165 Zimmer beherbergen, im 18. Stock ist ein Panoramarestaurant geplant. Die Bruttogeschossfläche für den Sockelteil beträgt 17.647 Quadratmeter, das Hochhaus kommt auf 13.508 Quadratmeter. Neben der Nutzung als Hotel und Restaurant soll das Gebäude auch Platz für eine Einkaufspassage im Erdgeschoss, Garagen und ein Tagungszentrum bieten.

Gebäude umfasst fünf Teile
Klien freut sich auf den "multifunktionellen Kontrapunkt", der vor allem eine Brücke zum Weltkulturerbe der Innenstadt schaffen soll. Das Gebäude, das insgesamt fünf Teile umfassen wird, soll besonders durch die unterschiedliche Fassade auffallen. Die Jury habe laut ihrem Sprecher Egbert Kossak vor allem die funktionale Dimension sowie der Mut zur Plastik überzeugt. Auch die Dachlösung, die sowohl an das Dachmuster der Stephanskirche als auch an den "Geist von Klimt und Schiele", erinnert, ist eine der detailreichen Facetten des neuen Gebäudes.

Frühere UNIQA-Konzernzentrale wird abgerissen
Die frühere UNIQA-Konzernzentrale wird demnächst abgerissen, um dem neuen Gebäude Platz zu machen. Der Flächenwidmungsplan muss geändert werden, doch Stadtrat Rudolf Schicke zeigte sich zuversichtlich, dass er "nach der guten Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Stadt" bereits in einem Jahr vorliegen könne.

Ausstellung "Praterstraße 1", 30. August - 12. September.
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30.8.2005 09:05