Lehrer schlagen Alarm: Schüler können nicht zuhören und haben Sprachprobleme
- Ausdrucksweise der jungen Menschen ist mangelhaft
- Sündenböcke: Handy, Computer, SMS und E-Mail
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Die österreichischen Lehrer schlagen Alarm: Schüler können nicht mehr gut zuhören, telefonieren dauernd mit dem Handy und können sich weniger gut sprachlich ausdrücken. Das zeigen die Ergebnisse einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market". Eine überwiegende Mehrheit der Lehrer ist überzeugt: Ihr Beruf ist durch die Veränderungen im Verhalten der Schüler schwieriger als früher.
"market" befragte Ende August telefonisch 500 repräsentativ ausgewählte Personen mit Lehrberufen. Die positiven Ergebnisse zuerst: 89 Prozent der Lehrer diagnostizierten bei ihren Schülern eine Offenheit gegenüber Neuem und 77 Prozent die Aufgeschlossenheit für neue Technologien wie SMS oder E-Mail. Die Kehrseite dieser Situation: 61 Prozent stellten fest, dass die Schüler "ständig" mit dem Handy telefonieren, 70 Prozent vertraten die Meinung: "Die Jugendlichen sitzen ständig vor dem Computer".
Schwierigkeiten beim Zuhören
Noch kritischer wird das Kommunikationsverhalten beurteilt: 78 Prozent der Lehrer meinten, die Schüler könnten nicht gut zuhören. 64 Prozent erklärten, die heutige Generation der Schulbesucher könne sich sprachlich weniger gut ausdrücken. Mit insgesamt 61 Prozent vergleichsweise hoch war auch der Anteil jener, die bei der Jugend eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber Erwachsenen erkennen.
Ausdrucksweise mangelhaft
Eine Nachfrage zum Kommunikationsverhalten ergab, dass für rund ein Drittel der Lehrpersonen die Ausdrucksweise der jungen Menschen mangelhaft ist. Zudem wurden Schwächen im Wortschatz und sinkendes Sprachniveau angeführt. Für immerhin ein Zehntel der Befragten ist eine Aggressivität beim Sprechen der Schüler spürbar und der häufige Gebrauch von Schimpfwörtern hörbar.
Schwieriger Lehr-Beruf
Kein Wunder, dass bei der selben Umfrage insgesamt 90 Prozent der befragten Lehrer überzeugt waren, ihr Beruf sei durch das Verhalten der heutigen Schüler schwieriger geworden. Nur zwei Prozent glaubten, dass das Unterrichten leichter geworden sei.
(apa/red)
