Mittwoch, 31. August 2005

Moderne Kühlschränke sparen viel Strom: Energiekosten bis zu 70 Prozent gesenkt

  • WWF plädiert jetzt für die Anschaffung neuer Geräte
  • Kühlschrankpickerl werden als Spenden gesammelt

Kühlschränke als Energiefresser: Vor allem alte Geräte können sich unangenehm auf die Stromrechnung und damit auf die Umwelt auswirken, moderne, sparsamere Modelle brauchen im Vergleich um bis zu 70 Prozent weniger, rechnete der Worldwide Fund for Nature (WWF) vor. Die Organisation sammelt zudem die ungültig gewordenen Kühlschrankpickerl als Spenden.

Auf Standby-Betrieb verzichten
Energie kann vor allem in den eigenen vier Wänden gespart werden, sagte WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien. Rund 20 Prozent des täglichen Verbrauchs könne "ohne Auswirkungen auf unsere Lebensqualität" gespart werden, rechnete sie vor. Dazu gehört das Ausschalten von Elektrogeräten im Standby-Betrieb oder das Verwenden von Energiesparlampen.

Energiefresser Kühltruhe
Gefriertruhen und Eisschränke, die ständig am Stromnetz hängen, machen sich im Verbrauch besonders bemerkbar. Laut WWF fließt in Österreich ein Fünftel des Gesamtverbrauches in die Kühlung. Die Umweltorganisation rief daher auf, moderne und sparsame Geräte einzusetzen, was sich im Endeffekt auch auf die eigene Geldbörse auswirke. Rechnet man den geringeren Verbrauch in die Stromrechnung ein, kann jährlich eine Summe von 30 bis 35 Euro gespart werden.

WWF sammelt ungültige Kühlschrankpickerl
Die Kühlschrankpickerl, die bisher beim Kauf eines Neugerätes für sieben bis 56 Euro erworben werden mussten und als Beitrag für die spätere Entsorgung des Gerätes dienten, sind seit 13. August in Österreich nicht mehr zugelassen. Die Aufkleber können nun gegen Bares umgetauscht werden. Wer mit der Einlösung des Pickerls gleichzeitig eine gute Tat tun will, kann es gemeinsam mit dem nötigen Formular an den WWF schicken. (apa/red)

31.8.2005 11:12