Hirschmanns schwarzes Geld
- 291.510 Euro über Treuhänder

Gerhard Hirschmann im Zwielicht. So wickelte der steirische Saubermann unsaubere Geldgeschäfte über Treuhänder ab.
Der steirische Politrebell Gerhard Hirschmann hat ein gutes Händchen für Geld: Seine Zustimmung für einen Vergleich mit der Estag ließ er sich über Treuhänder transferiert teuer abkaufen. Schwarz.
In den Nachmittagsstunden des 17. Juni 2004 wurden dem steirischen Exlandesrat und Exmitglied des Estag-Vorstandes Dr. Gerhard Hirschmann 291.510 Euro und 3 Cent überwiesen. In alter Währung sind das 4.011.265 Schilling und 40 Groschen.
Das Geld wurde über Treuhänder transferiert: In Graz wurde es auf das Konto eines steirischen Rechtsanwaltes eingezahlt, von dort auf das Konto eines Wiener Anwalts überwiesen und von diesem an den Empfänger Hirschmann weitergeleitet.
Steuerschonung. Die durchgeführte Transaktion trägt Merkmale einer gut geplanten Steuerschonung. Alle Recherchen deuten zudem darauf hin, dass der transferierten Summe von 291.510,03 Euro keine adäquaten Leistungen gegenüberstehen. Für den Gesamtbetrag wären also demnach innerhalb von drei Monaten (gemäß den Paragrafen 7 und 12 Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz) 42 Prozent Schenkungsteuer (Steuerklasse V) fällig gewesen.
Das sind 122.434,21 Euro.
Nach umfangreichen NEWS-Recherchen ist bis zum heutigen Tag bei keinem österreichischen Finanzamt eine Zahlung in die-ser Höhe eingelangt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde gar keine Steuer entrichtet.
Der Geldfluss an Gerhard Hirschmann ist in allen Phasen nachweisbar. Am 16. Juni 2004 wurde die volle Summe auf das Anderkonto Nr. 0000-048900 bei der Steiermärkischen Bank der Grazer Anwaltskanzlei Pacher & Partner eingezahlt.
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