Fußball-EM-Stadion Klagenfurt: Endlich sind nun alle Verträge unterschrieben
- Land zahlt 17,7 Mio. Euro für 60 Mio. Euro-Projekt
Mit der Unterzeichnung des Fördervertrages zwischen dem Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt am Mittwochnachmittag sind nun alle für die Realisierung des Fußball-EM- Stadions in der Lindwurmstadt nötigen Verträge unter Dach und Fach. Das Land zahlt 17,7 Mio. Euro für das insgesamt knapp 60 Mio. Euro teure Projekt. Der Baubeginn ist für Jänner 2006 geplant.
Eine analoge Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Bund war bereits am 26. April unterschrieben worden, damit steht jetzt die Finanzierung endgültig. ÖFB-Präsident Friedrich Stickler meinte bei einem Pressegespräch in Klagenfurt: "Damit sind jetzt alle Verträge für alle vier EM-Stadien endgültig fixiert." Er freue sich naturgemäß sehr darüber, fügte er hinzu.
Stickler erklärte, der Nutzen für das Land liege nicht nur in den drei Vorrundenspielen, die etwa 90.000 Besucher anlocken sollen. Die jüngste Europameisterschaft in Portugal habe 7,9 Milliarden TV- Zuseher erreicht, das Interesse an der EM erstrecke sich über mehr als zwei Jahre.
Landeshauptmann Haider hob ebenfalls den wirtschaftlichen und touristischen Nutzen der Euro 2008 für Kärnten und Österreich hervor. Nach der Übergabe des Stadions an die UEFA im Jahr 2007 hoffe man darauf, dass schon vor der EM möglichst viele Matches an der neuen Spielstätte ausgetragen werden. Mit der Fördervereinbarung sei auch eine Verzichtserklärung auf die mobilen Teile des Stadions unterschrieben worden, sagte Haider. Der Neubau wird 30.000 Besuchern Platz bieten, nach der EM wird er auf 12.000 Plätze rückgebaut, die Kosten dafür trägt der Bund allein.
(apa)

