Textil-Verhandlungen zwischen USA und China gescheitert: US-Delegation reist ab
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·Händler leiden unter Textilkrise mit China
Blockierte Ware verur-sacht Millionenschäden
Die Verhandlungen zwischen China und den USA über Begrenzungen für chinesische Textileinfuhren sind gescheitert. Nach zweitägigen Verhandlungen wird die US-Delegation abreisen, berichteten amerikanische Diplomaten. Entgegen allen Erwartungen hatten beide Seiten ihre Differenzen auch in dieser vierten Gesprächsrunde nicht beilegen können.
Nach dem Debakel um viele Millionen chinesischer Textilien, die in Europas Zollhäfen festgehalten und nicht an die Händler ausgeliefert werden, weil die Quoten für dieses Jahr bereits erfüllt sind, scheint sich die Haltung Chinas verhärtet zu haben. Staatliche Medien warnten die USA und die EU vor Protektionismus, "der für beide Seiten teuer ist". Eine neue Welthandelsordnung ohne Quoten im Textilhandel wäre offensichtlich gerechter, hieß es. Auch Gespräche zwischen Peking und Brüssel sind bisher erfolglos geblieben.
Wenn die entwickelten Länder den bevorstehenden Wegfall der Quoten im internationalen Handel zum Jahresanfang ernst genommen hätten, wären deren Textilindustrien auch besser vorbereitet gewesen, wurde in Chinas Medien argumentiert. Das Ende der Quoten hatte zu einem enorm starken Anstieg der Exporte des größten Textilproduzenten der Welt geführt, was die USA ähnlich wie die EU veranlasst hatte, zu Schutzmaßnahmen für ihre Textilindustrien zu greifen.
US-Präsident George W. Bush, der Chinas Präsident Hu Jintao nächste Woche in Washington empfängt, hatte im Mai bereits erste Begrenzungen erlassen, die jetzt noch ausgeweitet werden, um den Anstieg der chinesischen Einfuhren zu bremsen. Wie die EU mit einer Begrenzung des Anstiegs zwischen 8 bis 12,5 Prozent pro Jahr bis 2007 hatten die USA mit China ein Quotensystem bis 2008 vereinbaren wollen, das mehr Raum lässt als die jetzt erlassenen Grenzen im Rahmen der Welthandelsorganisation(WTO). (apa/red)

