Arbeitslosenzahl in Deutschland gesunken: 4,728 Millionen Menschen ohne Anstellung
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Trotz eines leichten Rückgangs der Arbeitslosenzahl im August auf 4,728 Millionen ist eine grundlegende Besserung nicht in Sicht. "Wir haben sicherlich noch kein Wachstum, das eine nachhaltige Reduzierung der Arbeitslosigkeit zulässt", sagte Heinrich Alt, der Vize-Chef der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA), am Mittwoch bei der Vorlage des Arbeitsmarktberichts.
Zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl gab sich der deutsche Wirtschaftsminister Wolfgang Clement optimistischer: Er bewertete den Rückgang im Gegensatz zu Alt als Zeichen für eine Wende am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote sank binnen eines Monats um 0,1 Punkte auf 11,4 Prozent.
"Die Trendumkehr ist geschafft, das ist deutlich. Die Reformen wirken", sagte Clement zum letzten Arbeitsmarktbericht vor der Bundestagswahl in Berlin. Seit Februar sei die Arbeitslosenzahl um eine halbe Million gesunken. BA-Vizechef Alt hingegen betonte, dass für eine deutliche Entspannung auf dem Arbeitsmarkt im zweiten Halbjahr eine wesentlich stärkere wirtschaftliche Belebung notwendig sei.
Der zum Ende der Ferienzeit übliche Rückgang der Arbeitslosenzahl fiel in diesem Jahr etwas stärker aus. Saisonbereinigt und damit ohne den Effekt der zunehmenden Neuanstellungen nach Ferienende ging die Arbeitslosigkeit im August um 12.000 zurück. In den Sommermonaten Juni und Juli hinzugerechnet verringerte sie sich sogar um 81.000. Ausschlaggebend dafür waren steigende Teilnehmerzahlen an Fördermaßnahmen wie Ein-Euro-Jobs und dass sich viele gerade aus den Betrieben Entlassene nicht arbeitslos meldeten.
Im Westen nahm die Arbeitslosenzahl von Juli auf August um 7.000 auf 3,166 Millionen ab. In Ostdeutschland sank sie um 37.000 auf 1,562 Millionen. Im Vergleich zu August vorigen Jahres sank die Zahl der Arbeitslosen bundesweit um 382.000. (apa)

