Montag, 29. August 2005

Die UEFA-Cup-Gegner wurden beobachtet: Austria und GAK gingen auf Spionagetour!

  • Wiener und Grazer sehen durchaus ihre Chancen
  • Übernächstes Wochenende mit neuerlichen Reisen

Am Freitag bekamen Austria Magna und Liebherr GAK in Monte Carlo ihre Gegner in der ersten Hauptrunde des UEFA-Cups zugelost, und schon am Wochenende machte sich das Duo durch Spione ein erstes Bild über Viking Stavanger bzw. Racing Straßburg. Der violette Co-Trainer Thomas Janeschitz sah die Norweger auswärts gegen FK Molde 2:1 siegen, der Grazer Sportdirektor Thomas Hösele war im Elsass Zeuge einer Nullnummer gegen Girondins Bordeaux.

"In der ersten Hälfte waren die Hausherren klar besser und gingen auch in Führung. Nach der Pause haben die Gäste von 4-4-2 auf 4-2-3-1 umgestellt, spielten druckvoller, aggressiver und letztlich deutlich besser", berichtete Janeschitz am Montag nach seiner Rückkehr aus dem Hohen Norden. Nach den Toren des Südafrikaners Nhleko und Ostenstad wurde auf Halten des Resultats gespielt. Die Schützen, die den Sturm bilden, waren neben dem italienischen Keeper Basso die auffälligsten Viking-Akteure.

Unterschiedliches Sturmduo bei Viking
"Der dunkelhäutige Nhleko ist ein athletischer, kräftiger und sprintstarker Typ. Sein Angriffspartner erinnert eher an einen Spielmacher, er ist technisch, Eins gegen Eins stark und ballsicher", meinte Austrias Co, der die Südwest-Norsker als "solide Truppe mit etwas auffälligeren Einzelspielern als MSK Zilina" einstuft. Man dürfe den Gegner, der in etwa wie die Slowaken in Reichweite der Wiener läge, nicht spielen lassen, müsse in die Zweikämpfe gehen.

"Die Aufstiegschancen stehen bei mindestens 50 Prozent", glaubt Janeschitz, der auch zwei Videos mitgebracht hat. Am 10. September wird entweder Sportdirektor Peter Stöger oder Trainer Frenkie Schinkels die in der Tabelle nach 19 Runden viertplatzierten "Wikinger" im Heimspiel gegen Landesmeister Rosenborg Trondheim nochmals unter die Lupe nehmen. Die UEFA-Cup-Spiele werden am 15. (auswärts) bzw. 29. September ausgetragen.

Hösele: "Racing ist eine kompakte Mannschaft"
Keine Tore zu sehen, aber durchaus wertvolle Aufschlüsse bekam Hösele in Straßburg. "Racing ist eine kompakte Mannschaft, die zwar wenig Tore schießt, aber auch wenig Tore zulässt. Die Stärken des 4-4-2-Systems liegen deutlich in der Defensive", betonte der Weninger-Nachfolger. Die Tabelle bestätigt diese Ansicht schwarz auf weiß. Nach fünf Runden ist der UEFA-Cup-Gegner mit drei Remis und 1:3 Toren an 17. Stelle zu finden.

Die Partie Straßburg - Bordeaux sei trotzdem auf hohem Niveau gestanden, reelle Torchancen seien freilich Mangelware gewesen. "Racing war zwar nicht unser Wunschgegner, aber ich schätze den Gegner auf unserem Leistungs-Level ein. An zwei guten Tagen von uns besitzen wir durchaus eine Aufstiegschance." Der Vizemeister hat schon größere Kaliber als die Franzosen aus dem Europacup eliminiert. Am zweiten September-Wochenende werden die Rotjacken die Straßburger in Paris gegen St. Germain abermals auf die Beine sehen. Entweder wird dies wieder Hösele oder aber Co-Trainer Klaus Schmidt tun.

Hösele gefielen in den Reihen von Racing Straßburg der Tormann, die zwei Innenverteidiger und der 21-jährige Keita im zentralen defensiven Mittelfeld.

(apa)

29.8.2005 15:43