Dritter Pasching-Sieg in Serie: GAK & Rapid rücken der Austria je einen Punkt näher!
- Dospel: "Wir haben 90 Minuten auf ein Tor gespielt"
- Schachner sieht das 1:1 gegen Wacker Tirol positiv
·Austria besiegt sich gegen Pasching selbst
1½ Eigentore bei 0:2-Pleite, GAK vs. Tirol 1:1
·Unentschieden: Rapid wankt bei 2:2 in Ried
Salzburg schlägt Admira, Mattersburg - Sturm 1:1
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10. Bundesliga-Runde
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In der achten Runde der T-Mobile-Bundesliga ist das Spitzentrio sieglos geblieben. Austria Magna kassierte mit dem 0:2 in Wien gegen FC Superfund eine unerwartete Niederlage und nach Rapid (am Samstag 2:2 in Ried) kam Liebherr GAK im zweiten Sonntag-Spiel gegen Wacker Tirol über ein Remis (1:1) auch nicht hinaus. Damit rückte das Spitzentrio in der Tabelle auf zwei Punkte zusammen. Der Cupsieger liegt je zwei Zähler vor dem Titelverteidiger und dessen Vizemeister.
"Dass wir unseren Vorsprung wie vor einer Woche wieder nicht vergrößerten, ist das Ärgerliche daran", sagte Austrias Sportdirektor Peter Stöger nach der ersten Heimniederlage, seit er mit Trainer Frenkie Schinkels das Zepter in Favoriten übernommen hat. Der Kronsteiner-Nachfolger fand nach dem dritten sieglosen Spiel (2:2 in Innsbruck, 2:2 gegen MSK Zilina) noch etwas Positives. "Wir haben besser als gegen Wacker und die Slowaken gespielt", meinte Stöger.
Stöger: "Im Fußball gibt es solche Phasen"
Wenn man aber keine Tore schieße, dann sei es eben schwierig, gegen die Paschinger einen Punkt oder drei Zähler zu holen. Waren in der ersten Hälfte einige Möglichkeiten verjuxt worden, so sah auch er nach der Pause trotz Feldüberlegenheit "keine wirklich hochkarätige Tor-Chance". Der Wille, der Einsatz waren vorhanden, allein an der Umsetzung hapert es derzeit im Spiel der Violetten. Der Sportdirektor bleibt derzeit aber noch gelassen, es sei keine Tragödie.
"Ich sitze noch nicht lange auf der Trainer-Bank, aber als langjähriger Spieler weiß ich, dass es solche Phasen im Fußball gibt", sagt Stöger und sein Kapitän Ernst Dopsel, der als einer von sieben Mann vom Rotationsprinzip profitiert hatte und wieder von Beginn hatte spiele dürfen, fügte hinzu: "Wir haben 90 Minuten auf ein Tor gespielt, alles probiert, die Mannschaft hat Charakter bewiesen." Die Gäste hätten nicht gewusst, wie sie zum 2:0 gekommen waren.
2:0 im Horr-Stadion für Zellhofer "nicht unverdient"
Der junge Superfund-Stürmer Thomas Pichlmann wusste es aber: "Das Glück, das wir zu Saison-Beginn nicht hatten, ist zu uns jetzt zurückgekehrt." Beim Eigentor von Tokic und dem abgefälschten Schuss von Vorisek stand Fortuna Pate. "Dazu sind wir hinten gut gestanden. Nicht nur die Verteidigung, sondern auch das Mittelfeld hat gut gearbeitet", befand Pasching-Kapitän Michael Baur. Für Georg Zellhofer war seine Elf zu Beginn "nur mit den Dressen, aber nicht mit dem Köpfen" auf dem Feld.
"Aber mit dem 1:0 sind wir selbstsicher geworden, das 2:0 war im Großen und Ganzen nicht unverdient", resümierte der Trainer, dessen Truppe aus den jüngsten drei Liga-Spielen neun Punkte mit einem Torverhältnis von 8:0 holte! Der Ex-Austrianer Radoslaw Gilewicz, der mit seinem Landsmann Mila eine Wette gewann, fand: "Die Austria hatte zuletzt viel Glück, das wir heute erzwungen haben. Nach der Pause, als wir gut standen, wirkte der Gegner aber fast hilflos."
Amerhauser: "Hatten Chancen für drei Spiele"
Das 1:1 gegen Wacker Tirol sah Walter Schachner nicht als Enttäuschung, sondern positiv. "Wir haben gegenüber dem Tabellenführer einen Punkt gutgemacht, auf dieser Leistung kann man aufbauen." Martin Amerhauser sprach hingegen von zwei verlorenen Punkten: "Wir hatten Chancen für drei Spiele, waren aber nicht clever genug." Ähnlich analysierte GAK-Torschütze Mario Bazina, um den es Wechselgerüchte gibt. Dazu der Trainer: "Ich sehne schon den 31. August (Ende der Transferzeit, Anm.) herbei, dann kann nichts mehr passieren."
Stanislaw Tschertschessow darf mit der Woche (2:2 gegen Austria und jetzt 1:1 in Graz) zufrieden sein. Seine Taktik, gegen den Vizemeister auf Defensive zu setzen, wurde belohnt. "Spielerisch können wir mit dem GAK nicht mithalten. Daher haben wir nicht Fußball gespielt, sondern Fußball zerstört."
(apa/red)
