Ungewöhnliche Rolle für Montoya: Der Kolumbianer will McLaren-Teamplayer sein
- Button glaubt an McLaren-Siege in letzten 5 Rennen
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Formel-1-Heißsporn Juan Pablo Montoya will sich im Saisonfinale als vorbildhafter Teamplayer für seine McLaren-Mannschaft präsentieren. "Ich will das Beste für mein Team tun. Mein Ziel ist es, Platz eins in der Konstrukteurs-WM zu holen. Und wenn Kimi den Titel holt, würde mich das für ihn freuen", meinte der Kolumbianer, dessen Teamkollege Kimi Räikkönen einziger Herausforderer von WM-Leader Fernando Alonso ist.
Bereits in Ungarn habe Montoya "im Interesse des Teams" den Finnen ohne größere Gegenwehr in Runde eins passieren lassen. "Wenn es eine Gelegenheit gibt, werde ich ihm sicher wieder helfen." Räikkönen kann also bei seiner Aufholjagd auf Montoya zählen, fünf Rennen vor Schluss trennen den Finnen vom führenden Renault-Spanier 24 Punkte. Im kommenden Jahr will Montoya dann selbst Jagd auf die WM-Krone machen: "Dafür muss ich aber noch eine bessere Balance finden. Ich fühle mich noch nicht ganz wohl im Auto."
Während viele Experten den Kampf um den WM-Titel 2005 für entschieden halten, glaubt BAR-Honda-Pilot Jenson Button noch an McLaren. "Eigentlich müssten sie alle fünf ausstehenden Rennen gewinnen. Das einzige Problem: sie müssen zuverlässig bleiben", meinte der 24-Jährige, der an den von Räikkönen gewonnen Türkei-Grand-Prix erinnert. "Da war McLaren um eine ganze Sekunde schneller als alle anderen."
Die Zukunft von Button, der 2004 in Monza Dritter und vor zwei Wochen in der Türkei Fünfter war, ist nach wie vor offen. "Wir haben gesprochen, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich möchte diese Sache abseits der Öffentlichkeit lösen", so Button, der zunächst einem Wechsel zu Williams zugestimmt hatte, nun aber lieber bei BAR bleiben möchte. "Ich habe die Schuld zu tragen, da ich eine falsche erste Entscheidung getroffen habe. Es ist eine wirklich unangenehme Situation, aber ich möchte zu hundert Prozent bei BAR bleiben." (apa/red)
