Der steinige Weg zurück in die Formel 1: Friesacher muss wieder von vorne anfangen
- Kärntner lehnte Angebot aus der GP2-Serie ab
- Auch Testjob bei einem Mittelständler möglich
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Patrick Friesachers Weg zurück in die Formel 1 könnte ein sehr steiniger werden. Sein Manager Thomas Frank glaubt an die Chance des Kärntners, "es wird aber sehr schwer, denn der Markt ist sehr klein". "Wenn es mit einem Platz klappt, dann muss Patrick wahrscheinlich leider wieder neu anfangen: mit Sponsorgeldern bei einem der unteren Teams", meinte Frank.
Mitte Juli war die F1-Karriere Friesachers früh unterbrochen worden, der Österreicher verlor vor dem Hockenheim-Grand-Prix auf Grund fehlender Sponsorgelder seinen Platz bei Minardi an den Niederländer Robert Doornbos. "Mit diesem frühen Aus ist unser Plan durcheinander gebracht worden. Jetzt müsste er neuerlich zeigen, was er kann, erst dann kann man bei größeren Teams anklopfen", so Frank.
Hinzu kommt die wie immer problematische Lage am Markt - unzählige Fahrer streiten um nur 20 Cockpits. "Auch von der GP2-Klasse könnten sehr interessante junge Leute kommen, wie etwa Kovalainen, Rosberg oder Piquet. Sie haben gezeigt, dass sie sehr stark sind und drängen Richtung Formel 1." Auch Friesacher hätte die Chance auf GP2-Einsätze gehabt, doch der Wolfsberger lehnte laut Frank das Angebot für zwei Einsätze im Coloni-Team in Monza und Spa ab.
Frank sieht dies als vergebene Chance: "Schade, denn das Wichtigste ist, dass man dabei bleibt und dass man die Leute auf sich aufmerksam macht." Dennoch, ein Fahrerplatz bei Minardi oder Jordan (Frank: "Jordan verlangt sehr hohe Sponsorsummen") bzw. ein Testjob bei einem Mittelständler sei möglich.
Friesachers Ex-Boss Paul Stoddart meinte zu diesem Thema: "Patrick ist ein großartiger Pilot, er verdient einen Platz in der Formel 1. Aber wir bei Minardi müssen auf Sponsorgeld setzen, da können wir nichts dagegen tun." (apa/red)
