Der Renault-Boss bleibt ganz cool: Briatore bringt vor Monza-GP nichts aus der Ruhe
- Weder Stallorder-Vorwürfe noch starke McLaren-Form
- Der Italiener sagt: "Wir haben nichts zu verbergen"
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Nach dem türkischen Formel-Grand-Prix in Istanbul hatte es von McLaren-Seite Stallorder-Vorwürfe gegen WM-Leader Renault gegeben, Renault-Teamchef Flavio Briatore weist diese nun vor dem Italien-Rennen am Sonntag in Monza zurück. "Wenn andere mit derartigen Aussagen Druck auf uns ausüben wollen, dann ist das ein gutes Zeichen für Renault. Uns interessiert so etwas aber nicht", meinte der Italiener.
TV-Zuschauer aus aller Welt hatten beim Türkei-GP mithören können, als via Funk folgende Renault-Information an die auf den Plätzen zwei und drei liegenden Piloten Giancarlo Fisichella und Fernando Alonso erging: "Fernando, du bist schneller als Fisi, überhole ihn." WM-Leader Alonso überholte darauf den Italiener und machte als am Ende Zweitplatzierter wichtige Zähler im Titelkampf. "Das war ganz klar illegal", hatte der spanische McLaren-Testpilot Pedro de la Rosa gemeint.
Briatore gab zu bedenken: "Ich bin überrascht, warum niemand fragte, warum die TV-Zuschauer diese Kommentare hören konnten? Unsere Antwort: Das Team schert sich nicht um unnötige Geheimniskrämerei, wir haben nichts zu verbergen. Giancarlo ist ein Teamplayer. Er hatte Probleme mit seinen Reifen und Fernando war schneller - genau das haben wir via Radio gesagt."
Keine Teamorder sondern Teamwork
Der Renault-Boss meinte weiter: "Das ist keine Teamorder, das ist Teamwork." Alonso weist nun vor dem Grand Prix in Monza 24 Punkte Vorsprung auf seinen großen Rivalen Kimi Räikkönen auf. In der Knstrukteurs-Wertung liegt Renault nach zwei McLaren-Siegen in Folge nur noch neun Zähler vor den Silberpfeilen.
Weder die Beschuldigungen noch die starken McLaren-Leistungen bringen Renault derzeit aus der Ruhe. "In unserem Sport geht es nicht darum, zu einem gewissen Zeitpunkt zu dominieren. Es geht darum, über die gesamte Saison hinweg konstant Punkte zu sammeln. So weit ich weiß, gewinnt jener Fahrer die WM, der am Schluss die meisten Zähler auf dem Konto hat", betonte Briatore cool wie immer. Der Italiener spricht auch von einem psychologischen Vorteil gegenüber den "Silbernen": "McLaren ist das Team, das jetzt Risiko nehmen und ständig attackieren muss." (apa)
