"Katrina" teuerster Sturm aller Zeiten? Schäden bis zu 26 Mrd. Dollar möglich!
- Münchner Rück erwartet bis zu 400 Mio. Belastungen
·"Katrina": Tausende gingen in Stadt zurück
Tankstellen & Geschäfte in New Orleans geöffnet
·Die BILDER: "Katrina" verwüstete die USA
Immense Zerstörungen, katastrophale Zustände
·TICKER: Hurrikan
Katrina wütete in USA
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"Ophelia" bewegt sich vor
North- & South-Carolina
Der Hurrikan "Katrina" könnte Experten zufolge die Versicherungen mehr kosten als alle vorherigen Wirbelstürme in den USA. Der Risikobewerter AIR Wordwide Corp. veröffentlichte eine Schätzung, wonach der von "Katrina" verursachte Schaden zwischen zwölf und 26 Mrd. Dollar (9,8 Mrd. Euro bis 20,3 Mrd. Euro) betragen könnte. Damit hätte "Katrina" einen größeren Schaden angerichtet als "Andrew", der im August 1992 über den US-Bundesstaaten Florida, Louisiana und Mississippi wütete und dabei Schäden in Höhe von 20,3 Mrd. Dollar anrichtete.
Der Chefökonom des Insurance Information Institute in New York, Robert Hartwig, zitierte Schadensbewertungen, die von zwölf bis 25 Mrd. Dollar reichten. "Was wir hier sehen, ist sicherlich einer der zwei oder drei teuersten Stürme in der Geschichte", sagte Hartwig.
Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück rechnet durch den Hurrikan "Katrina" mit Belastungen von bis zu 400 Mio. Euro für den Konzern. Hierbei handle es sich um eine erste, sehr konservative Schätzung, sagte ein Sprecher der Münchener Rück am Dienstag. Es sei zudem eine Prognose vor Steuern (brutto) und Weitergabe von Lasten an andere Rückversicherer. Letzteres bezeichnet man in der Branche als Retrozession. Dieses Vorgehen dient Rückversicherern dazu, das Risiko breiter zu streuen und eigene Belastungen zu minimieren.
Den gesamten versicherten Schaden des Hurrikans bezifferte der Sprecher auf geschätzte 15 bis 20 Mrd. US-Dollar. Der bisher schwerste Wirbelsturm in der US-Geschichte, Hurrikan Andrew, hatte 1992 auf inflationsbereinigter Basis für versicherte Schäden von 20,9 Mrd. Dollar gesorgt.
Deutschlands größter Versicherer Allianz wird womöglich bis Ende der Woche eine Schätzung zu Schadensbelastungen durch den Hurrikan "Katrina" abgeben. "Ich hoffe, wir können noch im Lauf der Woche Zahlen präsentieren", sagte ein Allianz-Sprecher am Dienstag in München. Zwar gebe es interne Schätzungen, diese schwankten aber so stark, dass es keinen Sinn mache, sie zu veröffentlichen. Nach wie vor sei die von dem Wirbelsturm betroffene Region praktisch abgeschottet. Folglich sei es unmöglich, sich ein konkretes Bild über die Schäden zu machen. "Klar ist: Es war ein schwerer Hurrikan." (apa/red)
