Montag, 29. August 2005

"Albtraumszenario": Rotes Kreuz bereitet sich wegen Hurrikans auf Großeinsatz vor

  • Freiwillige aus ganzem Land zusammengetrommelt
  • PLUS: Fotos der Flucht & aktuelle Satelliten-Bilder

Das amerikanische Rote Kreuz rechnet wegen des Hurrikans "Katrina" mit dem größten Hilfseinsatz in den USA seit Jahren. Die Organisation trommle derzeit Freiwillige aus dem ganzen Land zusammen, sagte Sprecherin Carrie Martin am Sonntag. Sie warnte alle Bewohner der Südküste, sich für den Notfall zu wappnen, selbst wenn sie nicht auf der bisher prognostizierten Route des Sturms lebten. Der Hurrikan könne jederzeit seine Richtung ändern, sagte Martin.

Auch der Chef der US-Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA), Michael Brown, sprach von einer äußerst ernsten Situation. "Das hier ist ein Albtraumszenario", sagte er wörtlich. Nach Angaben von Meteorologen könnte "Katrina" der mächtigste Hurrikan werden, der jemals die USA getroffen hat. "Dieser Sturm hat das Potenzial, viele Menschen zu töten", warnte der Direktor des Hurrikan-Zentrums in Miami, Max Mayfield.

Das Unwettergebiet ist äußerst groß: Noch 45 Kilometer vom "Auge" des Sturms entfernt wüteten am Sonntag Winde mit Hurrikanstärke. Generell können Stürme der Stärke "Katrinas" extreme Verwüstungen anrichten - sie können Häuser niederreißen, unzählige Bäume entwurzeln und ganze Landstriche unter Wasser setzen. Die vom Hurrikan besonders bedrohte Stadt New Orleans ist zudem von drei Seiten von Wasser umgeben: dem Golf von Mexiko, dem Fluss Mississippi und dem See Pontchartrain. (apa)

29.8.2005 11:51