"Angemessene Reaktion": Tötung eines Reuters-Mitarbeiters im Irak gerechtfertigt
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Das US-Militär im Irak hat am Donnerstag die Tötung eines Mitarbeiters der Nachrichtenagentur Reuters durch US-Soldaten gerechtfertigt. Generalmajor Rick Lynch bezeichnete das Verhalten der Soldaten als "angemessen". Sie hatten am Sonntag einen Reuters-Tonassistenten getötet und einen Kameramann verletzt, den sie anschließend drei Tage lang festhielten.
Die Journalisten hätten sich verdächtig verhalten, sagte Lynch. Ihr Auto habe sich mit hoher Geschwindigkeit genähert, angehalten und dann sofort zurückgesetzt. Personen hätten sich herausgelehnt mit "etwas, das wie eine Waffe ausgesehen" habe. "Als Ergebnis dessen wurde der Fahrer tatsächlich getötet und der Beifahrer durch Glassplitter verletzt." Die US-Soldaten hätten sich an ihre Befehle gehalten.
Reuters-Chefredakteur David Schlesinger wies jeden Versuch einer Rechtfertigung der Tötung des 35-jährigen Waleed Khaled zurück. "Allein die Idee, dass die Tötung eines Journalisten bei der Ausübung seiner Tätigkeit gerechtfertigt werden könnte, finde ich widerwärtig", sagte Schlesinger. Er forderte das US-Militär auf, die Ergebnisse seiner Untersuchung so bald wie möglich zu veröffentlichen, damit Reuters entsprechend reagieren könne.
Lynch sagte, die Untersuchung des Vorfalls durch die US-Armee sei abgeschlossen. Ein Sprecher der Einheit, deren Soldaten auf die Reuters-Mitarbeiter geschossen haben, erklärte hingegen, der Bericht über den Zwischenfall sei noch nicht formell abgeschlossen und liege bisher nicht vor.
(apa)
