Freitag, 2. September 2005

Kein Ende der Causa Herberstein: Bundes- förderungen für den Tierpark offen gelegt

  • Zuwendungen kamen aus insgesamt drei Ministerien
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Der Tier- und Naturpark Herberstein hat nicht nur vom Land Steiermark beträchtliche Förderungen bekommen. Auch der Bund bedachte die touristische Einrichtung in der Oststeiermark mit Subventionen. Wie aus parlamentarischen Anfragebeantwortungen hervorgeht, gab es Zuwendungen von Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Bildungsministerium, wobei allerdings keine nicht ordnungsgemäße Verwendung festgestellt worden sei.

Der SPÖ-Abg. Heinz Gradwohl hatte im August Anfragen an mehrere Ministerien gestellt, nun, unmittelbar nach der Landtagswahl, wurden die Beantwortungen veröffentlicht. Wie es in der Beantwortung des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums heißt, wurde 2002 ein ERP-Kredit in der Höhe von 700.000 Euro für die Modernisierung und Erweiterung des Tierparks gewährt. Die Investitionen wurden für Wasserzisternen, ein Wirtschaftsgebäude, Anlagen für diverse Tierarten sowie Umbau und Neugestaltung des Gastgartens einer Schenke verwendet. Die Gesamtkosten des Vorhabens seien anhand von Originalbelegen seitens der Österreichischen Hotel und Tourismusbank GesmbH - als Treuhandbank des ERP-Fonds - geprüft worden, die Prüfung sei im Mai 2005 "ohne Beanstandungen" abgeschlossen worden.

Landwirtschaftsministerium überwies 45.000 Euro
Vom Landwirtschaftsministerium wurden 2000-05 rund 45.000 Euro Förderungen aus dem Titel Tierprämien und Umweltprogramm ÖPUL gewährt. Unter dem Titel der artgerechten Unterbringung von Wildtieren und der Umsetzung der Vorgaben der "Worlds Zoo Conservation Strategie" wurden 2000-04 rund 85.000 Euro ausbezahlt. Flächenabweichungen bei den Kapitel einigen Förderungen hätten zu Rückforderungen bis 1999 geführt. Routinemäßig erfolgte Kontrollen hätten keine Hinweise auf eine missbräuchliche Verwendung der Fördermittel ergeben.

Gehrer zahlte dem Tierpark gleich zwei Förderungen
Über Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer (V) gab es zwei Förderungen: Eine Subvention in Höhe von 12.000 Euro im Jänner 2004 und ein Betrag vom Bundesdenkmalamt in Höhe von ebenfalls 12.000 Euro vom April 2005, beides für die Restaurierung der Wandmalereien in der Katharinenkapelle.

Die Antworten auf Anfragen an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Finanzminister Karl-Heinz Grasser stehen noch aus.
(apa)

2.9.2005 10:17