Freitag, 2. September 2005

Wahlkampfauftakt der ÖVP-Burgenland: Absolute SP-Mehrheit soll verhindert werden

  • Steindl: "SPÖ hat von Wirtschaft keine Ahnung"
  • Kanzler Schüssel unterstützt seine Landesgruppe

Die ÖVP Burgenland hat sich für die Landtagswahlen ein Ziel gesteckt: es gilt die absolute Mehrheit der SPÖ zu verhindern. Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl erhielt beim Wahlkampfauftakt am Freitagabend im Kulturzentrum Eisenstadt Unterstützung von Bundeskanzler Schüssel und zahlreichen Vertretern der Jungen ÖVP Burgenland.

Ein wiederkehrendes Thema in den Ansprachen war die Bank Burgenland. Landesparteiobmann Steindl befürchtet, dass das burgenländische Wappen nach den Wahlen am 9. Oktober von rot-gold nur noch rot sein könnte und dass es anstelle eines "stolzen Adlers ein Pleitegeier ziert". "Dieses Land darf man nicht der SPÖ überlassen, sie ruinieren es", so Steindl in seiner Rede.

Die SPÖ habe, wie das Beispiel Bank-Privatisierung zeige, "vom Wirtschaften überhaupt keine Ahnung". Steindl nannte in diesem Zusammenhang den von ihm ausgearbeiteten Zukunftsfonds, mit dem er vor allem die Klein- und Mittelbetriebe unterstützen möchte. "Wie sozialistische Arbeitsmarktpolitik aussieht, zeigt das Beispiel Stagl (ehem. Bank Burgenland-Vorstand, Anm.), der die riskanten Swap- Geschäfte zu verantworten hatte und eine Abfindung erhalten hatte für die ein Burgenländer mit einem Gehalt von 1.500 Euro 20 Jahre lang arbeiten muss", sagte der Parteiobmann.

Die ÖVP sei von Schulden der Bank Burgenland in der Höhe von 410 Mio. Euro ausgegangen, "jetzt sind sie auf 685 Mio. Euro angewachsen". Es sei "letztklassig" wenn Landeshauptmann Niessl dafür seinen Vorgänger Karl Stix verantwortlich macht. Bundeskanzler Schüssel pflichtete ihm bei: "Karl Stix hatte Handschlagqualitäten. Ihm betreffend Bank Burgenland die Schuld in die Schuhe zu schieben und zu sagen, dass die heutige SPÖ nichts damit zu tun hat, halte ich für pietätlos und für falsch." (apa)

2.9.2005 22:32