Donnerstag, 1. September 2005

Mordversuch in Graz: Polizei hinderte Verdächtigen an anschließenden Selbstmord

  • Ehefrau des Mannes wurde ins Spital gebracht

Mordversuch in Graz: Als die Polizei Donnerstagfrüh den Selbstmord eines Mannes verhindern wollte, erfuhren die Beamten, dass der 41-Jährige zuvor versucht haben dürfte, sein Ehefrau zu töten. Eine Polizeistreife hatte den Mann gegen 2.00 Uhr daran gehindert, sich von der Tegetthoff-Brücke in die Mur zu stürzen. Die Frau wurde ins Spital gebracht.

Ein Passant hatte beobachtet, wie der Mann Donnerstag früh offenbar in selbstmörderischer Absicht nahe der Tegetthoff-Brücke im Grazer Zentrum stand und die Polizei alarmiert. Die Beamten nahmen den Mann mit. Die schwer verletzte Frau - ihr Mann hatte sie bereits am Mittwoch attackiert - hatte sich selbst zu Nachbarn schleppen können, sie wurde im Spital versorgt.

Der 41 Jahre alte Grazer dürfte laut Polizei an Geldschwierigkeiten und psychischen Probleme gelitten haben. Die Tat hatte sich bereits am Mittwoch gegen 3.30 Uhr in der Wohnung des Ehepaares in Graz-Liebenau abgespielt. Der Mann hatte seine 39- jährige Ehefrau bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Als er glaubte, sie sei tot, habe er den Ermittlungen der Polizei zufolge die Wohnung verlassen und sei ziellos bis Donnerstagfrüh in der Stadt herum geirrt.

Die Frau selbst war am Mittwoch gegen 9.00 Uhr - rund sechs Stunden nach der Tat - aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht und hatte sich zu Nachbarn geschleppt, die die Rettung alarmierten. Da die Frau nicht mehr ansprechbar war, konnte sie auch den Rettungskräften nicht den richtigen Sachverhalt mitteilen. Deshalb wurde vorerst auch nicht nach dem Ehemann gefahndet. Die Frau wurde mit schweren Stauungsblutungen ins LKH Graz gebracht und auf die Intensivstation überstellt.

(apa)

1.9.2005 18:02