Ursache für Unfall bei Frequency-Festival geklärt: Fundament und Platten ungeeignet
- Holzplatten waren nicht wasserfest: Vorerhebungen
- Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung
·Unfall bei Frequency-
Festival: Die BILDER
Brücke stürzte ein, 31 Personen wurden verletzt
·Schwerer Unfall bei Frequency-Festival
31 Jugendliche bei einem Brücken-Einsturz verletzt
Die Ursache des Brückeneinsturzes beim Frequency-Festival am 19. August 2005 am Salzburgring, bei dem 31 Musikfans zum Teil schwer verletzt wurden, ist geklärt. "Das Fundament der Gerüstkonstruktion war nicht für den Einsatz im Außenbereich geeignet. Das hat ein Gutachten der bautechnischen Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg ergeben", erklärte Martin Laubichler von der Polizeiinspektion Hof bei Salzburg (Flachgau) auf APA-Anfrage.
Die Konstruktion der Brücke, hergestellt von einer deutschen Firma, "war in Ordnung. Aber die Holzplatten, auf denen das Gerüst stand, waren nicht wasserfest. Sie haben den Boden- und Witterungsverhältnissen nicht Stand gehalten", erläuterte der Kriminalbeamte das Ergebnis des eben erst fertig gestellten Gutachtens.
Noch bis kurz vor Beginn des Musikfestivals hatte es stark geregnet, die Wiesen waren feucht. "Die verleimten Holzplatten hat es mit der Zeit aufgeweicht. Sie verloren an Festigkeit. Deshalb ist es zum Versagen der Stützen und zum Einsturz der Brücke gekommen", so Laubichler. Anstelle des Holzes hätte sich witterungsbeständiges Material wie zum Beispiel Stahl- oder Betonplatten viel besser geeignet.
Die Untersuchungen des unabhängigen Sachverständigen Walter Kraibacher, die sich auf insgesamt zwei Gutachten stützen, und die Ermittlungen der Kriminalbeamten sind nun abgeschlossen. Die Vollanzeige der Polizeiinspektion Hof wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung ergeht nächste Woche an die Staatsanwaltschaft Salzburg. Angezeigt werden vier Personen: Der Veranstalter des Frequency-Festivals, zwei Produktionsmanager und jene Person, die für die Errichtung der Brücke verantwortlich war. (apa/red)
