2.000 Stimmen und Budget fehlen: BZÖ-Kandidatur im Burgenland weiter unsicher
- Untergrenze für Wahlkampf wären rund 200.000 Euro
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Ob das BZÖ bei der kommenden Landtagswahl im Burgenland antritt, ist auch fünfeinhalb Wochen vor dem Wahltermin am 9. Oktober ungewiss: Als schwierig könnten sich laut Medien-Berichten vom Mittwoch für das Bündnis das Erreichen der für eine Kandidatur erforderlichen rund 2.000 Stimmen sowie das Wahlkampf-Budget erweisen.
Zwar sei das Interesse der Menschen am BZÖ groß, "aber vom Interesse bis zur Unterstützung ist doch ein weiter Weg", so Staatssekretär Schweitzer gegenüber dem "Kurier". Die Untergrenze für einen "bescheidenen" Wahlkampf im Burgenland beziffert der BZÖ- Politiker mit rund 200.000 Euro, die nicht gerade leicht aufzubringen seien.
Mit einer Entscheidung, ob man antritt, habe man noch bis 9. September Zeit. Dabei müsse man sich noch überlegen, ob es Sinn mache, dass sich FPÖ und BZÖ bei einem Antreten gegenseitig die Stimmen wegnehmen und am Ende keine der beiden Gruppierungen im Landtag vertreten sei, so Schweitzer.
Laut ORF Burgenland will das BZÖ kommenden Sonntag oder Montag entscheiden, ob es bei der Landtagswahl antreten will. Wenn ja, solle es auch sehr bald den bereits seit Monaten angekündigten Gründungskonvent geben. Ein Antreten als Spitzenkandidat im Burgenland sei für ihn "eine theoretische Möglichkeit", so Schweitzer. Andererseits könne es nicht so sein, dass er im Burgenland praktisch für alle Möglichkeiten zur Verfügung stehe.
Nach einer am Mittwoch in der "Neuen BVZ" veröffentlichten OGM- Umfrage bewegt sich die SPÖ im Burgenland in der Wählergunst weiterhin im Bereich der Absoluten Mehrheit: Bei der "Sonntagsfrage" kommen die Sozialdemokraten auf 52 Prozent, die ÖVP auf 37 Prozent. Die FPÖ liegt in der Umfrage mit 6 Prozent weiterhin vor den Grünen, für die sich demnach 5 Prozent der Befragten entscheiden würden. (apa)
